Bayern Mann von schneebedecktem Baum erschlagen

Tod im Schnee: Während einer Skitour brach eine Baumkrone in Bayern unter der Schneelast zusammen und fiel auf einen Mann. Auch in Österreich starben zwei Deutsche.

Straßensperre in den österreichischen Alpen
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Straßensperre in den österreichischen Alpen


Ein Skitourengänger ist am Blomberg im oberbayerischen Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) von herabfallenden Ästen eines Baums erschlagen worden. Der Mann sei etwa hundert Meter unterhalb des Gipfels von der Baumkrone getroffen worden, teilte die Polizei mit. Diese sei unter der Schneelast abgebrochen.

Der Mann aus Penzberg war demnach sofort tot. Er war laut Polizei alleine unterwegs. Nachfolgende Tourengänger hatten den 44-Jährigen am Sonntagnachmittag gefunden und die Einsatzkräfte alarmiert.

Am Sonntag kamen auch zwei deutsche Skifahrer bei Lawinenabgängen in den österreichischen Bergen ums Leben. Beide starben in Vorarlberg, teilte die Polizei mit. In dem westlichen Bundesland herrschte wie in weiten Teilen der österreichischen Alpen nach heftigen Schneefällen große Lawinengefahr.

Trotzdem wagte sich in Schoppernau ein 26-Jähriger aus dem bayerischen Landkreis Dachau in den Tiefschnee abseits der gesicherten Pisten und wurde von einem Schneebrett verschüttet. Seine 25-jährige Begleiterin konnte den Mann sofort lokalisieren, weil seine Beine aus dem Schnee ragten. Mit Hilfe von Bergrettern grub sie ihn aus. Er konnte jedoch nicht mehr wiederbelebt werden.

Skifahrer waren mit Lawinen-Airbag ausgestattet

Der Skifahrer starb, obwohl er mit einem Lawinen-Airbag ausgestattet war. Dieser soll Wintersportler im Notfall davor bewahren, unter den Schnee gezogen zu werden.

Bei einem zweiten Lawinenunglück starb ein 32-Jähriger aus der Nähe von Heilbronn. Er war am Nachmittag mit einer 25-jährigen Skifahrerin im Gebiet von Damüls unterwegs, als er bis zum Hals verschüttet wurde. Die zwei Wintersportler trugen ebenfalls Lawinen-Notfallausrüstung. Doch bevor der Mann gerettet werden konnte, gingen weitere Schneemassen über ihn nieder und begruben ihn vollständig. Auch in diesem Fall gelang es den Rettungskräften nicht mehr, den Mann zu reanimieren.

Bei einem weiteren tödlichen Unfall in Vorarlberg kam eine Schweizer Snowboarderin am Sonntag in einer Kurve von der Piste ab und stürzte 20 Meter tief in einen Steilhang. Dabei blieb die 24-Jährige mit Kopf und Oberkörper im Tiefschnee stecken.

sen/dpa



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