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02. November 2005, 12:50 Uhr

Beben in Kaschmir

Zahl der Toten steigt auf über 73.000

Die Behörden in Pakistan haben die Anzahl der Todesopfer nach dem Beben vor knapp einem Monat noch einmal deutlich nach oben korrigiert: Neuesten Angaben zufolge sind bei der Naturkatastrophe 73.276 Menschen ums Leben gekommen. Und noch immer mangelt es an Hilfe.

Islamabad - Zuletzt waren die Behörden in Pakistan von rund 57.000 Toten ausgegangen - deutlich weniger als nun bekannt. Außerdem seien rund 69.000 Menschen bei dem Erdbeben verletzt worden, teilte der Leiter der Rettungsarbeiten, General Farooq Ahmad Khan, heute in Islamabad mit. Die meisten Opfer stammten aus dem pakistanischen Teil Kaschmirs. Eindringlich rief er dazu auf, mehr Impfstoff gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) zur Verfügung zu stellen. Zahlreiche Menschen drohten daran zu sterben. Auch eisige Kälte wird zunehmend zu einer Gefahr für die Überlebenden.

Unicef Deutschland startete in Berlin einen Hilfsaufruf unter dem Motto: "Bringt die Kinder durch den Winter!". Seit Wochen rufen Hilfsorganisationen und die Uno eindringlich zu rascher Hilfe für die betroffenen Gebiete auf; ohne zusätzliche Bemühungen drohen zahlreiche Opfer in den zerstörten und schwer zugänglichen Bergdörfern den Winter nicht zu überleben.

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