Beim Lotto fehlten Kugeln Nichts ging mehr

Die Chancen, beim Lotto zu gewinnen sind ohnehin minimal. In der Nordwestdeutschen Klassenlotterie hatten Loskäufer durch eine Panne noch schlechtere Aussichten: Bei den Ziehungen fehlten angeblich 20 Kugeln in der Trommel.


Die Bank gewinnt immer: Lottokugeln
DDP

Die Bank gewinnt immer: Lottokugeln

Hamburg - Bei der Nordwestdeutschen Klassenlotterie (NKL) haben Loskäufer im Sommer offenbar wochenlang umsonst auf einen Gewinn gehofft: Nach Informationen der "Bild am Sonntag" fehlten zwischen Juli und September 20 Kugeln in der Lostrommel der NKL. Weder der Ziehungsleiter noch die amtliche Aufsicht hätten den Fehler bemerkt. Der Sprecher der NKL, Günter Schneider, bestätigte dem Blatt, dass in der fünften und größten Trommel nur 80 statt 100 Kugeln gewesen seien.

Die "BamS" berichtete weiter, die Lotto-Gesellschaft habe mittlerweile "heimlich" die Ziehungen wiederholt. Schneider sagte dazu, es seien inzwischen "mehrere tausend neue Gewinner ermittelt worden". Diese würden jetzt informiert. Die alten Gewinne behielten aber auch ihre Gültigkeit. Die Höhe des Schadens stehe zurzeit nicht fest.

Der Glücksspiel-Wissenschaftler Till Tolkemitt sagte der "BamS", der Fall zeige, "dass das staatliche Lotteriewesen ein Sumpf ist". Die Spieler hätten keine Chance, die Richtigkeit der gezogenen Zahlen zu überprüfen.



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