Beleidigung Strafantrag gegen Birgit Schrowange

Weil RTL-Moderatorin Birgit Schrwowange in ihrer Sendung "Extra" abfällige Bemerkungen über entstellte Menschen gemacht hat, fühlte sich ein Behinderter beleidigt. Er beantragte bei der Staatsanwaltschaft die strafrechtliche Verfolgung von Schrowange.


Fand nicht den richtigen Ton: Birgit Schrowange
DPA

Fand nicht den richtigen Ton: Birgit Schrowange

Hildesheim - "Es gibt Menschen, die sind so hässlich, dass sie froh sein können, sich selber nie auf der Straße zu begegnen." Mit diesen Worten kündigte Schrowange am 1. April einen Fernsehbeitrag über Menschen mit entstellenden Gesichtsverletzungen an. Der Rollstuhlfahrer sah darin eine pauschale Beleidigung Behinderter.

"Das Verfahren wird aber eingestellt. Die Staatsanwaltschaft führt in dieser Sache keine Ermittlungen", sagte der Sprecher der Strafverfolgungsbehörde in Hildesheim, Bernd Seemann. Es sei zwar möglich, eine "Kollektivbeleidigung" zu begehen, diese müsse sich aber gegen einen "klar eingrenzbaren Personenkreis" richten. Dies gelte im Fall des Rollstuhlfahrers aus dem Landkreis Hildesheim nicht.



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