Vermutlich Gasleck Retter bergen vierte Leiche nach Explosion in Wohnhaus in Belgien

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus im belgischen Turnhout haben Retter ein viertes Todesopfer geborgen. Die Suche wurde damit eingestellt – alle vermissten Bewohner sind nun gefunden.
Rettungskräfte suchten im eingestürzten Wohnhaus im belgischen Turnhout nach Überlebenden. Am Samstag wurde die Suche eingestellt.

Rettungskräfte suchten im eingestürzten Wohnhaus im belgischen Turnhout nach Überlebenden. Am Samstag wurde die Suche eingestellt.

Foto: KRISTOF VAN ACCOM / imago images/Belga

Die Fassade weggerissen, Zwischendecken eingebrochen, die Wände kollabiert, überall zerstörter Hausrat: Dieser Anblick bot sich den Rettungskräften, als sie am Freitag das Mehrfamilienhaus in der nordbelgischen Stadt Turnhout erreichten, das nach einer Explosion eingestürzt war.

Unglücksstelle in Turnhout: Eine Verschüttete wurde Freitagabend lebend geborgen

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Foto: Olivier Matthys / AP

Fieberhaft arbeitete die Feuerwehr seither, Überlebende in den Trümmern zu finden, zwischen Betonfragmenten und zerborstenen Möbeln. Am Samstagmorgen bargen sie ein viertes Todesopfer aus der Ruine. Wie Bürgermeister Paul Van Miert am Samstag mitteilte, gelten damit keine Bewohner mehr als vermisst. Die Suchaktion sei eingestellt worden, sagte er der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Die Überreste des Gebäudes sind inzwischen gesichert, die Ruine stabilisiert.

Die Explosion in dem viergeschossigen Haus hatte sich am frühen Freitagvormittag vermutlich nach einem Austritt von Gas ereignet. Eine verschüttete Frau wurde am späten Abend lebend aus den Trümmern befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Sie hatte bereits am Vormittag kurz nach der Explosion Kontakt mit den Rettungskräften aufnehmen können, konnte wegen der schweren Schäden an dem Gebäude allerdings mehr als einen halben Tag lang nicht gerettet werden. Den Umständen entsprechend gehe es ihr sehr gut, berichtete Bürgermeister Paul Van Miert.

Trümmer des Mehrfamilienhauses in Turnhout: »Wir vermuten eine Gasexplosion«

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Foto: JOHANNA GERON / REUTERS

Fotos von der Unglücksstelle in der nordbelgischen 45.000-Einwohner-Stadt zeigen, dass Teile der beiden obersten Etagen des viergeschossigen Wohnhauses durch die Explosion vollständig zerstört wurden. Sie riss demnach Teile der Außenwand und Teile der Decken vollständig weg. Zur genauen Ursache der Explosion gab es zunächst keine Angaben. »Wir vermuten eine Gasexplosion«, sagte der Bürgermeister.

Paul Van Miert wolle den Unglücksort am Nachmittag gemeinsam mit Innenministerin Annelies Verlinden besuchen, berichtet der BRF , der Rundfunksender der deutsch-belgischen Gemeinschaft in Ostbelgien. Noch am Neujahrstag solle geklärt werden, wann Bewohner des eingestürzten Hauses ihre Besitztümer abholen könnten.

oka/dpa
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