Babynamen in Deutschland Hanna und Noah waren 2019 am beliebtesten

Kurze Namen für Neugeborene liegen weiter im Trend. In diesem Jahr auf Platz eins: Hanna und Noah. In Zukunft könnte aber auch ein längerer Babyname beliebter werden.
Laut den Wissenschaftlern ändern sich die beliebtesten Babynamen von Jahr zu Jahr nicht fundamental

Laut den Wissenschaftlern ändern sich die beliebtesten Babynamen von Jahr zu Jahr nicht fundamental

Foto: Catherine Delahaye/ Getty Images

Welche Namen gaben Eltern ihren Kindern im vergangenen Jahr am häufigsten? Hanna und Noah lautet die Antwort. Bei ihnen handelt es sich um die beliebtesten Babynamen 2019. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden bekannt.

Bei den Mädchen landete Emma denkbar knapp auf Platz zwei der häufigsten Erstnamen - mit nur einem Zähler weniger, dahinter folgt Mia auf Platz drei. Bei den Jungen liegen Ben und Paul auf den vorderen Rängen.

Mädchen

  1. Hannah, Hanna

  2. Emma

  3. Mia

  4. Emilia

  5. Sophia, Sofia

  6. Lina

  7. Clara, Klara

  8. Ella

  9. Mila

  10. Marie

Jungen

  1. Noah

  2. Ben

  3. Paul

  4. Leon

  5. Luis, Louis

  6. Henry, Henri

  7. Felix

  8. Elias

  9. Jonas

  10. Finn

Vor allem bei den Mädchen seien die weichen Namen immer noch dominant, sagte Sprachwissenschaftlerin und GfdS-Vorstandsmitglied Damaris Nübling. "Die Jungennamen sind in gewisser Hinsicht bunter." Ihr Spektrum an Vokalen und Konsonanten sei deutlich reichhaltiger.

Die GfdS hat in diesem Jahr erstmals konsequent zwischen Erst- und Folgenamen unterschieden. Früher war von den Sprachforschern vor allem eine Gesamtliste ausgewertet worden. Die GfdS beruft sich auf Daten aus 700 Standesämtern bundesweit, damit würden 89 Prozent aller Geburten abgedeckt.

Die Wissenschaftlerin gab zu bedenken, dass sich von Jahr zu Jahr kaum etwas fundamental bei der Namensgebung ändere. Dies sehe jedoch ganz anders aus, wenn man die Jahrzehnte in den Blick nehme.

In den Fünfziger- und Sechzigerjahren seien kurze und etwas hart klingende Jungennamen modern gewesen, etwa Peter, Werner oder Klaus, erklärte Nübling. Dagegen hießen Mädchen zu dieser Zeit oft Gabriele, Ursula oder Angelika, hatten also längere und fließendere Namen. Erst ab den Siebzigerjahren seien auch die Jungennamen länger und bunter geworden - mit Michael, Christian oder Andreas.

Namen, die auf den Vokal "a" endeten, waren laut Nübling lange nur für Mädchen denkbar. Ab den Neunzigerjahren änderte sich das. Nach 2000 schafften es sogar Namen wie Luka oder Noah nach ganz oben in die Ranglisten.

Auf den hinteren Plätzen der Namenslisten von 2019 mausern sich nach Einschätzung der Expertin die Favoriten der kommenden Jahre: Hier arbeiteten sich bei den Jungen seit einigen Jahren Matteo (Rang 13), Liam (20) und Milan (14) vor. Bei den Mädchen sieht die Expertin Potenzial für Ida (18), Frieda (13) und Charlotte (17).

sen/dpa
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