Beluga mit Kameragurt Mutmaßlicher Spionage-Wal heißt jetzt "Hvaldimir"

Ein in Norwegen als mutmaßlicher russischer Spion entdeckter Weißwal hat jetzt einen Namen. In einem Online-Vote setzte sich der Vorschlag "Hvaldimir" gegen "White Russian" durch.

Norwegens berühmtester Beluga wird verdächtigt, für Russland zu arbeiten
AP

Norwegens berühmtester Beluga wird verdächtigt, für Russland zu arbeiten


Ist der Wal tatsächlich ein russischer Spion? Ende April fand die norwegische Küstenwache im Meer vor dem nördlichsten Verwaltungsbezirk Finnmark einen Beluga, der einen Gurt samt Kamerahalterung mit der Aufschrift "Ausrüstung St. Petersburg" trug.

Laut Agentur Interfax wird in Russland damit experimentiert, die bis zu sechs Meter langen Meeressäuger für das Militär einzusetzen - und russische Gewässer sind nur etwa 300 Kilometer vom Fundort Tufjord entfernt. Im konkreten Fall dementierte Moskau allerdings die Spekulation, es handle sich nur um westliche Propaganda.

Spion oder nicht, die Norweger haben das Tier, das sehr an Menschen gewöhnt scheint, liebgewonnen. Der öffentlich-rechtliche Sender NRK ließ auf seiner Webseite über den Namen abstimmen und nach 25.000 Antworten wurde die Wal-Wahl dann beendet.

Ergebnis: Hvaldimir - ein Kunstwort aus dem Vornamen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem norwegischen Wort für Wal, hvalen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Vorschläge "White Russian", eigentlich ein Cocktail, sowie, in Anlehnung an James Bond, "Agent James Beluga".

cht



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