Benedikts XVI. neues Leben Die Macht des Lächelns

Joseph Ratzinger galt als schüchtern, scheu, zurückhaltend. Oft hatte es geheißen, der Geistliche verbringe seine Freizeit lieber mit Büchern statt mit Menschen. Seit einigen Tagen ist der 78-Jährige Papst Benedikt XVI. - und scheint die Macht des Lächelns für sich entdeckt zu haben.


Rom - Tausende Menschen stehen seit Stunden vor dem Apostolischen Palast und warten auf den Papst. Als dieser schließlich in einem schwarzen Auto vorfährt, bricht ein Sturm der Begeisterung los. Die Gläubigen jubeln, winken, rufen. Eine junge Frau hält einen Zettel hoch, auf den die Worte "Wir lieben dich" gekritzelt sind. Benedikt XVI. schlägt eine Welle der Sympathie entgegen - eine ungewohnte Situation für den neuen Pontifex, die er dennoch offenbar genießt.

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Benedikt XVI.: Die Macht des Lächelns

"Besonders bewegend war meine erste Begegnung mit den Gläubigen auf dem Petersplatz", sagte Benedikt XVI. heute den Kardinälen. Bereits zwei Mal hatte Ratzinger den Vatikan verlassen und war zu seiner alten Wohnung in der Nähe gefahren. Jedes Mal begrüßten ihn Tausende auf der Straße mit enthusiastischem Jubel.

In den Souvenirläden in Rom gibt es inzwischen auch Fotos, Postkarten, Kerzen und Poster von Papst Benedikt XVI. Auf den meisten Mitbringseln ist die Szene abgebildet, wie sich der neue Pontifex auf der Loggia des Petersdoms kurz nach seiner Wahl zum ersten Mal den jubelnden Massen zeigt - mit weit ausgebreiteten Armen und einem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht.

Friederike Freiburg



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