Medienbericht Gesundheitsamt will nach Gedränge am BER Verfahren gegen alle Beteiligten prüfen

Zahlreiche Menschen drängten sich am Wochenende am Terminal 5 des Flughafens Berlin Brandenburg. Das könnte der »B.Z.« zufolge Konsequenzen für Passagiere, Flughafen und Bundespolizei haben.
BER-Terminal 5: Der ehemalige Flughafen Schönefeld

BER-Terminal 5: Der ehemalige Flughafen Schönefeld

Foto: Patrick Pleul / dpa

Zahlreiche Menschen haben sich am Wochenende vor der Passkontrolle am Terminal 5 des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) gedrängt, nachdem zwei Maschinen aus dem Nicht-Schengen-Raum kurz hintereinander gelandet waren. Das berichteten mehrere Medien, unter anderem der RBB  und die »Bild« . Nun will das zuständige Gesundheitsamt der »B.Z.«  zufolge Konsequenzen ziehen.

»Wir prüfen die Einleitung von Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen alle Beteiligten«, sagt Stephan Loge (SPD), Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald. »Das betrifft Passagiere, aber auch Flughafen und Bundespolizei.« Ein Pressesprecher des Landkreises wollte diese Angaben auf SPIEGEL-Anfrage so nicht bestätigen. Es werde jedoch eine Anhörung mit der Flughafengesellschaft geben, teilte er unter Berufung auf den Landrat mit.

Eine der Maschinen am Sonntagnachmittag kam aus Moldau, die andere aus Albanien. Eines der Flugzeuge sei mehr als eine Stunde zu früh angekommen, sagte ein Flughafensprecher laut den Berichten. Dadurch sei es zu den Menschenansammlungen gekommen.

»Der BER hat genug leere Terminals«

Die Bundespolizei verwies der »B.Z.« zufolge darauf, dass laut Brandenburgs Corona-Verordnung  »das Abstandgebot nicht in für den Publikumsverkehr zugänglichen Bereichen von Verkehrsflughäfen« gelte. Das gelte allerdings nur, »sofern die Aufrechterhaltung eines ordnungsgemäßen Betriebs anderweitig nicht gewährleistet werden kann.«

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Auf diesen Punkt verwies Loge auch gegenüber der »B.Z.«: »Der BER hat genug leere Terminals, um Menschen-Ansammlungen wie am Sonntag zu vermeiden.« Derartige Szenen dürften sich nicht wiederholen.

bbr
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