Bergungsarbeiten in Haiti Chef der Uno-Mission tot aufgefunden

Nach dem verheerenden Erdbeben wurde der Leiter der Uno-Mission in Haiti, Hédi Annabi aus Tunesien, tot aufgefunden. Er wurde aus den Trümmern des eingestürzten Christopher Hotels in Port-au-Prince geborgen.


New York - Der Leiter der Uno-Mission in Haiti, Hédi Annabi, ist tot aus den Trümmern im Erdbebenkatastrophengebiet geborgen worden. Das teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Außer ihm wurden auch sein Vertreter Luiz Carlos da Costa und der amtierende Uno-Polizeichef in Haiti, Doug Coates, unter den Trümmern des eingestürzten Christopher Hotels in der Hauptstadt Port-au-Prince gefunden.

In dem Hotel waren zahlreiche Büros der Vereinten Nationen untergebracht. Am Samstagabend wurden nach Uno-Angaben noch immer 150 bis 300 Uno-Mitarbeiter vermisst.

Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte in einer ersten Stellungnahme, er sei "zutiefst betrübt". Der Tunesier Annabi sei "eine Ikone der Uno-Friedensdienste" gewesen und habe sein Leben voll und ganz den Vereinten Nationen gewidmet. Schon kurz nach dem Beben war erwartet worden, dass Annabi unter den Opfern ist.

Annabi arbeitete seit knapp drei Jahrzehnten für die Weltorganisation, hatte sich in den achtziger Jahren vor allem in Kambodscha engagiert und war 1997 zum stellvertretenden Leiter der Uno-Abteilung für friedenserhaltende Maßnahmen ernannt worden. 2007 übernahm er die Aufgabe als Uno-Sonderbeauftragter für Haiti und wurde zum Chef der dortigen Stabilisierungsmission Minustah.

Zuvor war im Erdbebengebiet nach Angaben von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ein erstes deutsches Todesopfer gefunden worden. Die Nachricht vom ersten bekannten Todesfall eines Deutschen habe ihn am späten Samstagnachmittag erreicht. Das Mitgefühl gelte der Familie. "Wir trauern um unseren deutschen Staatsangehörigen", sagte Westerwelle weiter.

otr/dpa

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ThomasGB, 02.10.2009
1. Garnicht !
Zitat von sysopWie bei vielen Katastrophen zuvor verlaufen in Erdbebengebieten die Rettungsarbeiten oft nur stockend. Es gibt zu wenig technische Hilfsmittel. Das verringert die Überlebenschancen der Verschütteten. Was kann getan werden, damit zügiger geholfen werden kann?
Es ist nämlich eine Eigenschaft von Naturkatastrophen, daß man niemals weiß, an welchem Ende der Welt diese als nächstes auftreten. Helfen müssen sich die betroffenen Länder schon selber. Oder wollen Sie in jedem Dorf der Welt zehn Bagger für den Eventualfall stationieren ?
Nonvaio01 02.10.2009
2. Das ist halt Pech
Hallo, es klingt zwar hard aber das ist pech. Wenn man in einem Erdbeben gebiet lebt muss man halt mit Erdbeben rechnen. Die jeweilige Regierung muss halt dafuer sorgen das vorgesorgt ist sogut es halt geht. Japan mach das auch so und trozdem passieren Erdbeben von einer staerke mit der man nicht gerechnet hat, durch gute vorsortge koennen die opferzahlen aber auf das minimum gehalten werden. San Francisco z.b. Da weiss man das es hochgradig Erdbeben gefaehrlich ist und trozdem baut man dort eine Millionen Stadt. Man beschliesst gewisse Baumasnahmen um Gebaeude Erdbebensicher zu bauen, nur verhindern kann man es nicht. Wenn die jeweilige regierung es nicht fuer noetig haelt oder es wegen korruption und pfusch zu mehr zerstoerung kommt als noetig, ist das ein problem der regierung, nun kann man sagen die armen buerger haben keine wahl, dazu sage ich nur das jeder eine wahl hat, wenn mein Haus zusammen bricht wegen pfusch werde ich mir das nicht bieten lassen. Wenn ich mir alles gefallen lasse habe ich es nicht besser verdient...sorry aber das ist meine meinung. Gruss Bernd
reuanmuc, 02.10.2009
3.
Zitat von ThomasGBEs ist nämlich eine Eigenschaft von Naturkatastrophen, daß man niemals weiß, an welchem Ende der Welt diese als nächstes auftreten. Helfen müssen sich die betroffenen Länder schon selber. Oder wollen Sie in jedem Dorf der Welt zehn Bagger für den Eventualfall stationieren ?
.. und wann und wie sie auftreten. Früher oder später, wahrscheinlich später, wird man erkennen, dass eine von der UNO organisierte, ständige Hilfstruppe für Katastrophenfälle sinnvoll wäre. Dagegen steht einzig der Stolz und die Autorität vieler Staatsregierungen. Je mehr Katastrophen noch kommen, desto eher steigt jedoch der Druck auf die Regierungen, mit Einsicht ist dagegen nicht zu rechnen.
DefTom 02.10.2009
4. Immer dasselbe Spiel...
Jetzt ist dieses Beben gerade mal eine Tag her, und schon fällt der versammelten Weltpresse dort nichts mehr anderes ein, als über Einzelschicksale und sog. Wunder zu berichten. Und der Spiegel spielt mit. Ich könnte kotzen.
wudi 02.10.2009
5.
Zitat von reuanmuc.. und wann und wie sie auftreten. Früher oder später, wahrscheinlich später, wird man erkennen, dass eine von der UNO organisierte, ständige Hilfstruppe für Katastrophenfälle sinnvoll wäre. Dagegen steht einzig der Stolz und die Autorität vieler Staatsregierungen. Je mehr Katastrophen noch kommen, desto eher steigt jedoch der Druck auf die Regierungen, mit Einsicht ist dagegen nicht zu rechnen.
Ich sehe das Problem aehnlich. Aber Druck auf die Regierungen? Wird in vielen Laendern wenig helfen. Nehmen wir nur das Beispiel Burma. Gerade Katastrophengebiete liegen oft in undemokratischen Staaten.
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