Bergwerksunglück Wenig Hoffnung für eingeschlossene Kumpel

In China ist es binnen 24 Stunden zu zwei schweren Bergwerksunglücken gekommen. In der südwestlichen Provinz Guizhou starben mindestens 14 Bergleute bei einer Gasexplosion. Außerdem sitzen in der Provinz Guangdong mehr als 100 Kumpel in einer überfluteten Grube fest. Die Überlebenschancen schwinden.


Überlebender in der Provinz Guangdong: Drama unter Tage
REUTERS

Überlebender in der Provinz Guangdong: Drama unter Tage

Peking - Nach der Grubengasexplosion in der Stadt Liupanshui würden noch zwei Arbeiter vermisst, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Sicherheitsbeamte. 23 Arbeiter hätten sich unmittelbar nach der Explosion aus dem Kohlebergwerk retten können.

In der Provinz Guangdong sind seit gestern Nachmittag 102 Bergleute in einem überfluteten Schacht gefangen. Das Wasser steige mit einer Geschwindigkeit von 50 Zentimetern pro Stunde, berichtet Xinhua unter Berufung auf einen Experten. Rettungskräfte bemühten sich, den Schacht leerzupumpen. Die Überschwemmung in dem privaten Bergwerk Daxing ereignete sich in einem Stollen, der 420 Meter unter der Erdoberfläche liegt. Das Bergwerk befindet sich in der Nähe der Stadt Meizhou.

Präsident Hu Jintao und Ministerpräsident Wen Jiabao riefen die Behörden vor Ort auf, alles zu tun, um die Bergleute zu retten. Die umliegenden Bergwerke sollten ihren Betrieb zwecks Sicherheitsüberprüfungen aussetzen. In der chinesischen Bergbau-Industrie kommt es immer wieder zu schweren Unglücken, denen jedes Jahr über 5000 Arbeiter zum Opfer fallen.



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