Berlin Polizei nimmt 53 Menschen bei antiisraelischer Demo fest

Tausende Menschen demonstrierten in Berlin gegen den israelischen Staat. Dabei kam es auch zu Gewalt. Ein Demonstrant soll einen Kameramann mit einer Holzlatte geschlagen haben.
Palästina-Fahnen bei der Demo in Berlin

Palästina-Fahnen bei der Demo in Berlin

Foto: Christoph Soeder / dpa

In Berlin haben am Mittwochabend etwa 3000 Menschen bei einer propalästinensischen Demonstration gegen den Staat Israel protestiert. Dabei sei es zu Aggressionen und kleineren Gewaltausbrüchen gekommen, teilte die Polizei mit .

51 Männer und zwei Frauen wurden demnach vorläufig festgenommen. In neun Fällen wird wegen Straftaten wie gefährlicher Körperverletzung, Widerstands, tätlichen Angriffs, Sachbeschädigung und Beleidigung ermittelt. Außerdem gab es 28 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronabestimmungen wie Masken- und Abstandsregeln. Die Polizei hatte während der Demonstration zahlreiche Verstöße gefilmt.

Die Menschen zogen unter der Überschrift der Demonstration »Gegen die israelische Aggression in Palästina« vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. Viele Demonstranten schwenkten Palästina-Fahnen. Immer wieder skandierten die Menschen nach Angaben der Polizei israelfeindliche Sprüche. Dem Jüdischen Forum  zufolge waren vereinzelt antisemitische Rufe zu hören.

Demonstrant soll Kameramann mit Holzlatte geschlagen haben

Am Ende der Demonstration nahe dem Brandenburger Tor warf ein Teilnehmer laut Polizei einen Stein auf einen Beamten, der am Helm getroffen wurde und unverletzt blieb. Andere Demonstranten schleuderten Böller unter ein Polizeiauto. Der Fahrer erlitt ein Knalltrauma.

Polizisten hätten zudem beobachtet, wie ein 19-jähriger Demonstrant mit einer Holzlatte einen Kameramann geschlagen habe. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und seine Personalien wurden festgestellt. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Kameramann erlitt leichte Verletzungen.

Am vergangenen Samstag war es bei einer Demonstration mit 3500 Menschen in Neukölln, zu der palästinensische Gruppen aufgerufen hatten, zu heftigen Gewaltausbrüchen gekommen.

ptz/dpa
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