Straftäter Ahmad »Der Patron« Miri Kriminelle Clangröße erhält 27. Duldung

Er kam aus dem Libanon und begeht seit Jahrzehnten Straftaten: Nach SPIEGEL-Informationen erhielt das Berliner Clanmitglied Ahmad A. alias »Der Patron« Miri trotzdem seine 27. Duldung.
Ahmad A. alias Ahmad »Der Patron« Miri

Ahmad A. alias Ahmad »Der Patron« Miri

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Ein prominentes Mitglied des berüchtigten Miri-Clans kann wohl vorerst weiter in Deutschland bleiben. Der vielfach vorbestrafte Ahmad A. erhielt Ende des vergangenen Jahres eine erneute Duldung, es ist inzwischen seine 27. Wie aus vertraulichen Unterlagen der Ausländerbehörde Berlin hervorgeht, gilt die Bescheinigung über die Aussetzung der Abschiebung eineinhalb Jahre lang.

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Kontakte in die Gangsta-Rap-Szene

Der angeblich 39-Jährige kam 1989 mit seinen Eltern aus dem Libanon ins Land. Sein Asylantrag wurde 1992 abgelehnt. Aufgrund fehlender Reisepässe konnte die Familie nicht abgeschoben werden. Bereits als Jugendlicher fiel A. unter anderem durch räuberische Erpressung, Diebstahl und Körperverletzung auf. Inzwischen sind im Bundeszentralregister 22 Eintragungen vermerkt. A. soll enge Kontakte in die Berliner Gangsta-Rap-Szene pflegen . Erst im September wurde ein Urteil gegen A. rechtskräftig. Das Amtsgericht Berlin verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu zwei Jahren und drei Monaten Haft.

DER SPIEGEL 2/2021
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Plötzlich Syrer

Der Straftäter, der sich in der Öffentlichkeit Ahmad »Patron« Miri nennt, gibt seit einigen Jahren an, aus Syrien zu stammen. Ein zweiter Asylantrag wurde abgelehnt. Der seit 2012 geltende Abschiebestopp nach Syrien war Ende Dezember ausgelaufen. Überführungen in das Land sind aber weiterhin kaum möglich. Der Rechtsanwalt von Ahmad A. ließ eine Anfrage des SPIEGEL zum Aufenthaltsstatus seines Mandanten unbeantwortet.