Berlin Brand in Philharmonie gelöscht

Das Feuer in der Berliner Philharmonie ist vorerst gelöscht. Glück im Unglück: Zwar beschädigte der Brand etwa 1600 Quadratmeter des Daches. Der Konzertsaal und die wertvollen Instrumente wurden aber verschont.


Berlin - Nach dem Großbrand in der Berliner Philharmonie will die Feuerwehr noch am Mittwochmorgen über ihr weiteres Vorgehen entscheiden. In der Nacht habe nur eine Brandwache mit sechs Kräften das Gebäude beobachtet, sagte ein Feuerwehrsprecher. Sie mussten nicht mehr löschen. Die Gefahr, dass Glutnester in wieder aufflammen, scheint vorerst gebannt.

Der Brand der Feuerwehr zufolge am Dienstag unter der Dachverkleidung vermutlich in der Wärmedämmung ausgebrochen. Zuvor hatte es Bauarbeiten an der Dachkonstruktion gegeben. Die zunächst befürchtete Gefahr für große Instrumente bestätigte sich nicht. Der Spielbetrieb muss allerdings unterbrochen werden.

Die Leitung der Philharmonie erklärte, es werde vorläufig keine Konzerte geben. Erst müsse untersucht werden, ob die Statik des Gebäudes beschädigt sei, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Für die am Wochenende geplanten Konzerte mit dem Stardirigenten Claudio Abbado werde noch ein Aufführungsort gesucht. Infrage kommen etwa die Waldbühne oder das Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Das Konzerthaus im Stadtteil Tiergarten ist eines der berühmtesten der Welt.

Schaden in Millionenhöhe

Die Flammen richteten laut ersten Angaben Schäden in Millionenhöhe an. Eine Sprecherin der Philharmonie sagte im RBB-Inforadio, dass das Dach des Konzerthauses neu gedeckt werden müsse. Wie es zu dem Feuer kam, ist noch unklar. Die Feuerwehr will am Vormittag damit beginnen, nach der Brandursache zu forschen und die Höhe des Schadens festzustellen.

Das weltberühmte Gebäude, Heimstatt der Berliner Philharmoniker, wurde von 1960 bis 1963 nach einem Entwurf von Hans Scharoun gebaut. Es ist eines der Wahrzeichen der Hauptstadt und gilt mit seiner hervorragenden Akustik als Vorbild für Konzertsäle auf der ganzen Welt.

ala/dpa/AP/ddp



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