Eisbär-Nachwuchs Hertha Bitte kein Gemüse

Die Sterblichkeit bei Eisbärbabys ist hoch. Hertha, das Eisbärmädchen aus dem Berliner Tierpark, scheint über den Berg zu sein. Sie wiegt schon 85 Kilo.

Paul Zinken/dpa

Die meisten Kinder mögen kein Gemüse - Eisbärbaby Hertha aus dem Berliner Tierpark Friedrichsfelde scheint da keine Ausnahme zu sein. Fleisch und Fisch fresse die neun Monate alte Bärin bereits, sagte Eisbär-Kurator Florian Sicks.

"Von Gemüse ist sie - im Gegensatz zu ihrer Mutter - bisher nicht so angetan", so Sicks. Zudem trinke sie noch die Milch von Mutter Tonja. Vitamine scheinen dem Bärenkind aber nicht zu fehlen: Hertha habe die kritische Phase ihres Lebens gut überstanden, sagte Sicks.

Die Sterblichkeit bei jungen Eisbären ist hoch. Mutter Tonja hatte in den beiden vergangenen Jahren jeweils Zwillinge zur Welt gebracht. 2017 überlebte zunächst nur Eisbärensohn Fritz, starb jedoch mit 4 Monaten an einer Leberentzündung. Auch 2018 überlebte zunächst ein Zwilling, wurde aber nur einen Monat alt.

Eisbären werden sehr unreif geboren: Anfangs sind sie so winzig wie Meerschweinchen, taub und blind. Auch in freier Natur überlebt nur die Hälfte der Jungen. Diesmal sieht es im Tierpark jedoch gut aus: "Mittlerweile wiegt Hertha gute 85 Kilogramm und hat definitiv das Temperament eines richtigen Eisbärkindes", sagte Sicks.

muk/dpa



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