Berlin Eklat im Löwitsch-Prozess

Im Prozess gegen Schauspieler Klaus Löwitsch wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin ist es zu einem verbalen Schlagabtausch gekommen.


Klaus Löwitsch
DPA

Klaus Löwitsch

Berlin - Richterin Ariane Faust verwies einen Zeugen, den Schauspieler Dieter Laser, lautstark des Saales. Er hatte seine Aussage nicht sofort unterbrochen, als ihn die Richterin dazu aufforderte. Nach einstündiger Unterbrechung wurde der Prozess unter Androhung eines Ordnungsgeldes fortgesetzt.

Laser hielt es für ausgeschlossen, dass Löwitsch die Witwe des DDR-Schauspielers Arno Wyzniewski in der Nacht des 25. Februar des Vorjahres nach einem Kneipenabend in Berlin-Mitte angegriffen habe. Löwitsch habe ihn einen Tag später als langjährigen Freund um Rat gefragt, wie er sich zu den Vorwürfen der Witwe verhalten soll. Er sprach von einem Erpressungsversuch der 38-Jährigen.

"Löwitsch ist wie ich ein Drei-Flaschen-Mann", sage Laser. Löwitsch habe nach drei Flaschen Wein einen Filmriss gehabt. In diesem Zustand habe er kein Interesse an Frauen. Das Opfer soll laut Anklage Blutergüsse und ein Gehörtrauma erlitten haben.



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