Reise quer durch Europa Mauerfall-Luftballon fliegt bis nach Lettland

Zu den Feierlichkeiten zum Mauerfall vor 25 Jahren stiegen Tausende weiße Ballons in den Berliner Himmel auf. Einer von ihnen hat es sogar bis ans östliche Ende Europas geschafft - an einen Strand.
Abflug der weißen Ballons in Berlin: Einer schaffte es bis nach Lettland

Abflug der weißen Ballons in Berlin: Einer schaffte es bis nach Lettland

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS

Berlin - Bis nach Lettland hat es einer der knapp 7000 Luftballons geschafft, die in Berlin zum Mauerfall-Jubiläum in den Himmel stiegen. Ein Foto auf der Internetseite "Fall of the wall"  zeigt, wie die weißen Fetzen eines Ballons samt Grußkarte in einem Busch am Strand bei Riga hängen. "Insgesamt haben sich 111 Finder bei uns gemeldet", sagte eine Sprecherin der Kulturprojekte GmbH. Die meisten Ballons wurden im Norden von Berlin entdeckt. Drei schafften es nach Polen. Vier landeten im Westen Deutschlands.

Die weißen Ballons hatten zu den Feierlichkeiten zum Mauerfall vor 25 Jahren in Berlin den ehemaligen Grenzverlauf nachgezeichnet - von der Bornholmer Straße bis zur Oberbaumbrücke. Am 9. November wurden die Ballons dann mit Botschaften ihrer Paten in einem feierlichen Akt in die Luft gelassen. Wer danach einen der Ballons wiederfand, konnte den Fundort bis Sonntag online auf einer Karte eintragen.

Einzige prominente Ballonpatin, deren Karte bislang aufgetaucht ist, bleibt Schauspielerin Anna Loos. Ein Mann namens Andreas Hinze hatte den Ballon der 44-Jährigen samt Zettel im Naturschutzgebiet Melzower Forst nahe Neumeichow gefunden. Loos hatte auf ihre Grußkarte geschrieben: "Ich wünsche mir, dass wir all die Grenzen und Mauern dieser Welt, die Menschen eingrenzen oder aussperren, in ihren Ursachen bekämpfen. Und in der Welt für die Suche nach friedlichen Lösungen stehen und eintreten."

jbe/dpa
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