Evakuierung in Berlin-Mitte Fliegerbombe am Alexanderplatz entschärft

Eine Hundert-Kilo-Weltkriegsbombe hat Berlin-Mitte eine unruhige Nacht beschert. Während der Entschärfung mussten Hunderte Menschen ihre Wohnungen verlassen, der Bahnverkehr war unterbrochen.

Baustelle am Alexanderplatz: Bombe gefunden
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Baustelle am Alexanderplatz: Bombe gefunden


Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist nahe dem Berliner Alexanderplatz erfolgreich entschärft worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Zünder in der Nacht zum Samstag gesprengt.

Anschließend hoben die Behörden die Sperrungen rund um den Fundort auf. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. Die Bewohner könnten wieder in ihre Wohnungen, erklärte die Feuerwehr Berlin nach der Entschärfung auf Twitter.

Die hundert Kilogramm schwere Bombe war bei Bauarbeiten auf einem Grundstück neben dem Kaufhaus Alexa gefunden worden. Die Polizei zog einen Sperrkreis von 300 Metern. In diesem Gebiet leben rund 3000 Menschen, auch Geschäfte und ein Pflegeheim befinden sich in dem Areal. Es dauerte Polizeiangaben zufolge bis nach Mitternacht, bis die Evakuierungen abgeschlossen waren.

Der Fernsehturm liegt eigentlich außerhalb des Sperrkreises, seine Kugel in 200 Metern Höhe wurde jedoch hinzugenommen. Splitter könnten bei einer Detonation der Bombe bis dorthin fliegen, hieß es zur Erklärung. In der Kugel befindet sich unter anderem ein Restaurant.

Bei der Entschärfung waren laut Polizei zunächst "unerwartete technische Probleme" aufgetreten. Diese hätten aber "schnell behoben werden" können, der Zünder wurde von der Weltkriegsbombe abgetrennt.

Im Straßen- und Bahnverkehr kam es bis in die Nacht zu Behinderungen. Wie die Berliner S-Bahn mitteilte, wurde der Zugverkehr der Linien S3, S5, S7 und S9 zwischen Alexanderplatz und Ostbahnhof unterbrochen. Auch der Regional- und Fernbahnverkehr war betroffen.

abl/dpa/AFP



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