Studentenprojekt Berliner Polizei beschlagnahmt Kokosnuss-Kanone

Vorsicht, in Berlin fliegen die Kokosnüsse tief: Eine Studentengruppe hat im Namen der Kunst eine Druckluftkanone gebaut. Ein Testgeschoss verfehlte einen Hundehalter.

Die beschlagnahmte Kokosnuss-Kanone
Polizei Berlin/ Facebook

Die beschlagnahmte Kokosnuss-Kanone


Die Berliner Polizei warnt aus aktuellem Anlass davor, Kokosnüsse mit eigens dafür hergestellten Kanonen durch die Gegend zu schießen. Das sei ebenso gefährlich wie leichtsinnig, heißt es in einem Facebook-Eintrag.

Ein entsprechender Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits vorvergangene Woche; erst jetzt berichteten die Beamten darüber. Demnach war ein Mann mit seinem Hund am 1. März in Schöneberg unterwegs. Gegen halb neun Uhr abends hörte der Hundehalter plötzlich einen lauten Knall und sah einige Meter vor sich ein Geschoss vorbeifliegen. Es handelte sich um eine Kokosnuss.

Laut Polizei bemerkte der Mann eine Gruppe junger Menschen, die an einem etwa fünf Meter langen und zwei Meter hohen Gerät stand. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Gruppe um Studenten und bei dem Gerät um eine spezielle Druckluftkanone zum Verschießen von Kokosnüssen handelte. "Der mit Pappmaché ummantelte Metalllauf soll aussehen wie der Stamm einer Kokospalme", schreibt die Polizei.

Der Schuss war nach Auskunft eines 23-jährigen Beteiligten ein Test, bevor die Kanone zu einem Kunstprojekt in die Antarktis verschifft werden sollte.

Die Polizei beschlagnahmte die Kanone, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. "In dem Kokosnuss-Kanonen-Projekt steckt gewiss viel Kreativität", schreibt die Polizei. Aber es habe nicht viel gefehlt und "der Hundehalter wäre an diesem Abend nicht nur mit dem Schrecken davongekommen".

ulz

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