Schwules Pinguin-Paar in Berlin Geplatzte Träume am anderen Ufer

Sie brüteten und brüteten und brüteten - vergeblich. Das unbefruchtete Ei eines schwulen Pinguinpaars in Berlin ist geplatzt, wie der Zoo mitteilte.

Die Königspinguine Skipper und Ping in ihrem Gehege im Berliner Zoo
Taylan Gökalp/ DPA

Die Königspinguine Skipper und Ping in ihrem Gehege im Berliner Zoo


Vor wenigen Tagen freute sich der Berliner Zoo über die Geburt zweier Panda-Babys. Nun hat eine andere Hoffnung auf tierischen Nachwuchs ein jähes Ende genommen.

"Unser gleichgeschlechtliches Königspinguin-Paar hat die Brut seines Eies beendet. Am 2. September ist das Ei aufgeplatzt und war leider nicht befruchtet", twitterte der Tierpark. Darunter war ein Bild der Königspinguine zu sehen. "Sicherlich werden die beiden in Zukunft erneut die Möglichkeit bekommen, Eltern zu werden."

Die Pinguine Skipper und Ping, die erst im April aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck nach Berlin gezogen waren, hatten sich gemeinsam um das Ei einer Artgenossin gekümmert.

Vergangenes Jahr waren im Zoo in Sydney zwei Pinguin-Herren Eltern geworden. Als Sphen und Magic zu Beginn der Brutzeit gemeinsam ein Nest bauten, legten Zoomitarbeiter den beiden ein fremdes Ei hinein. Am 19. Oktober 2018 kam "Baby Sphengic" zur Welt.

In Berlin ist die Freude über tierischen Nachwuchs dennoch groß: Panda-Dame Meng Meng hatte am 31. August zwei Junge geboren - den ersten Panda-Nachwuchs in einem deutschen Zoo. Noch ist es zu früh, um sagen zu können, ob es Männchen oder Weibchen sind. Panda-Nachwuchs kommt sehr unreif zur Welt.

sen/dpa



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