Berliner Tierschicksale Der große Katzenklau

Hunderte Katzen sind im vergangen Jahr in Berlin verschwunden. Der dortige Tierschutzverein befürchtet nun: Aus den illegal gefangenen Katzen könnten im Ausland Fellapplikationen hergestellt worden sein - die dann wieder nach Deutschland kommen.

Berlin - Im vergangenen Jahr wurden beim Berliner Tierschutzverein rund 2500 Katzen als vermisst gemeldet. Schätzungsweise 500 von ihnen wurden von illegalen Tierfängern gestohlen und weiterverkauft, sagte Vereinssprecher Marcel Gäding der "Berliner Zeitung". Besonders viele Vermisstenmeldungen erhalte der Tierschutzverein derzeit aus Zehlendorf.

Es gebe Hinweise, so Gäding, dass die illegal entführten Katzen in Asien zu Fellen verarbeitet werden. Die Produkte würden auch nach Deutschland importiert, etwa als Fellapplikationen an Kragen und Jacken. "Viele Leute wissen nicht, dass sie ihre eigene Katze am Mantel tragen könnten", sagte Gäding.

Tierschützer vermuteten auch, dass Katzen illegal für Tierversuche der Industrie verwendet werden. Dafür würden sie nach Polen geschmuggelt. So habe die Polizei im September 2006 bei Hamburg einen geheimen Tiertransport gestoppt.

fba/ddp

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