Betrugsprozess Freispruch für Laborarzt Schottdorf

Nach fünfmonatiger Verhandlung wurde der Laborarzt Bernd Schottdorf vom Landgericht Augsburg überraschend freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn beschuldigt, in einen der größten Betrugsskandale im Gesundheitswesen der Bundesrepublik verwickelt zu sein.


Bernd Schottdorf
DPA

Bernd Schottdorf

Augsburg - Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Schottdorf soll vier Kollegen nur zum Schein im Labor beschäftigt und die Krankenkassen somit um mindestens 13 Millionen Mark betrogen haben. Der Staatsanwalt forderte zwei Jahre auf Bewährung und eine Geldstrafe in Höhe von 600.000 Mark. Der Angeklagte wies die Anschuldigungen jedoch weit von sich.

Mit dem Freispruch folgte der Vorsitzende Richter dem Antrag der Verteidigung. In der Begründung hieß es, es gebe keine hinreichenden Beweise dafür, dass Schottdorf mit Ärzten eine pro-forma-Beschäftigung eingegangen sei. Auch Zeugen hatten glaubhaft versichert, die Ärzte im Praxislabor gesehen zu haben.



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