PR-Aktion mit Millionenpreisgeld 2000 Menschen wollen beweisen, dass es Bielefeld nicht gibt

Die "Bielefeld-Verschwörung" besagt, dass es die Stadt gar nicht gibt. Nun soll ein hochdotierter Wettbewerb dazu führen, die Sache endgültig zu klären. Der Andrang ist ziemlich groß - auch aus dem Ausland.

Turm der Sparrenburg in Bielefeld: So sieht eine Stadt aus, die es angeblich nicht gibt
Friso Gentsch/ DPA

Turm der Sparrenburg in Bielefeld: So sieht eine Stadt aus, die es angeblich nicht gibt


Rund 2000 Menschen versuchen, bei einem Millionengewinnspiel zur sogenannten Bielefeld-Verschwörung zu beweisen, dass es die Stadt in Ostwestfalen nicht gibt. "Die Reaktionen aus aller Welt auf unsere Aktion sind schlichtweg unglaublich und haben unserem Team witzige und intensive Tage beschert", sagte der Geschäftsführer von Bielefeld Marketing, Martin Knabenreich.

Der Einsendeschluss für die Beweise war am Mittwoch um Mitternacht. Bielefeld Marketing will nun die Argumente mit Experten prüfen und am 17. September das Ergebnis des Gewinnspiels präsentieren, wie es in einer Mitteilung heißt. Unter den Einsendungen kämen etwa 300 auch aus dem Ausland - zum Beispiel aus den USA, Kanada, Russland, Indien, Japan und Neuseeland.

Die Stadt Bielefeld hatte Ende August eine Million Euro für den Beweis ausgesetzt, dass es die Stadt nicht gibt. Die Marketingabteilung der Stadt will damit nach eigenen Angaben der Verschwörungstheorie öffentlichkeitswirksam ein Ende bereiten.

Vor 25 Jahren war im Internet ein satirisch gemeinter Text aufgetaucht, in dem behauptet wurde, die ostwestfälische Stadt existiere nicht. Der Witz wurde zum Selbstläufer, der Spruch "Bielefeld gibt's doch gar nicht" zum Dauerbrenner.

Achim Held, damals Informatikstudent, erfand die Verschwörungstheorie - und findet die PR-Aktion gut: "Die Stadt zeigt damit, dass sie humorvoll mit der Bielefeld-Verschwörung umgeht", sagte er im August. (Lesen Sie hier ein Interview mit Held aus dem Jahr 2014).

Man meine es durchaus ernst mit dem Millionengewinn, gehe aber zu 99,9 Prozent davon aus, jeden Beweis widerlegen zu können, hieß es von den Machern der Aktion: "Ihr müsstet immerhin mal eben so das Zentrum einer der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands 'verschwinden' lassen."

mxw/dpa



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