PR-Aktion in Nordrhein-Westfalen Eine Million Euro für den Beweis, dass es Bielefeld nicht gibt

"Bielefeld? Das gibt's doch gar nicht": Vor 25 Jahren setzte ein Informatikstudent die sogenannte Bielefeld-Verschwörung in die Welt. Nun will die Stadt ihr öffentlichkeitswirksam ein Ende setzen.

Turm der Sparrenburg in Bielefeld: Die Stadt, die es angeblich nicht gibt
Friso Gentsch/ DPA

Turm der Sparrenburg in Bielefeld: Die Stadt, die es angeblich nicht gibt


Ein kurioser Wettbewerb in Nordrhein-Westfalen: Bielefeld hat eine Million Euro für den Beweis ausgesetzt, dass es die Stadt nicht gibt. Die Marketingabteilung der Stadt will damit der Verschwörungstheorie öffentlichkeitswirksam ein Ende bereiten.

Vor 25 Jahren war im Internet ein satirisch gemeinter Text aufgetaucht, in dem behauptet wurde, die ostwestfälische Stadt existiere nicht. Der Witz wurde zum Selbstläufer, der Spruch "Bielefeld gibt's doch gar nicht" zum Dauerbrenner.

Am Mittwoch stellte die Stadt nun ihr PR-Gegenrezept vor - pünktlich zum Jubiläum der sogenannten Bielefeld-Verschwörung: "Wenn du beweisen kannst, dass es Bielefeld wirklich nicht gibt, gewinnst du 1 Million Euro", wirbt Bielefeld-Marketing auf der eigens eingerichteten Wettbewerbswebsite. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt - "nur unumstößlich müssen die Perlen deiner Weisheit sein".

Achim Held, damals Informatikstudent, erfand die Verschwörungstheorie - und findet die PR-Aktion gut: "Die Stadt zeigt damit, dass sie humorvoll mit der Bielefeld-Verschwörung umgeht", sagte er laut WDR. (Lesen Sie hier ein Interview mit Held aus dem Jahr 2014).

Man meine es durchaus ernst mit dem Millionengewinn, gehe aber zu 99,9 Prozent davon aus, jeden Beweis widerlegen zu können, heißt es von den Machern der Aktion. "Ihr müsstet immerhin mal eben so das Zentrum einer der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands 'verschwinden' lassen", ist weiter zu lesen.

bbr/dpa



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