"Big Brother"-Rauswurf Sandra wird psychologisch betreut

Nach dem Rauswurf Sandras aus der Container-Show "Big Brother" sitzt der Schock bei der Nachtclub-Tänzerin tief. Die 22-Jährige kritisierte die Entscheidung des Senders RTL 2, sie zu entlassen, weil sie der Trennung von ihrem zweijährigen Sohn nicht gewachsen sei.


"Big Brother"-Sandra: Nachtclub-Tänzerin mit Ziel Visagistin
DDP

"Big Brother"-Sandra: Nachtclub-Tänzerin mit Ziel Visagistin

Berlin - Die Enttäuschung bei Sandra R. ist groß. "Es ist unfair den Zuschauern gegenüber. Die wollten ja, dass ich drin bleibe", sagte sie gegenüber der "Bild"-Zeitung. Das Aus sei für sie ein Schock gewesen. Sie werde jetzt von einem Psychologen betreut.

Der Privatsender RTL 2 hatte die 22-Jährige nach zwei Wochen aus der "Big Brother"-Wohnung geworfen. Der Kurzbesuch ihres zweijährigen Sohnes Leon-Luca habe gezeigt, dass die Kandidatin der Situation, möglicherweise lange ohne ihr Kind zu sein, nicht gewachsen sei und sich überschätzt habe, begründete der Sender die Entscheidung. "Deshalb haben wir Sandra aus Fürsorge für sie und ihre Familie gebeten, ihren Aufenthalt bei Big Brother abzubrechen", hieß es.

Besuch im Container: Sandra mit Sohn
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Besuch im Container: Sandra mit Sohn

Der Besuch des Kindes im Container war auf scharfe Kritik bei Politikern gestoßen. Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) hatte RTL 2 und der Mutter Verantwortungslosigkeit vorgeworfen.

Sandra wies den Vorwurf zurück, sie sei eine herzlose Mutter, weil sie ihren Sohn zu den Großeltern gegeben habe. Sie sorge für ihren Sohn, zahle Unterhalt und Krankenversicherung. Leon-Lucas lebe seit einem Jahr bei den Großeltern, weil sie ansonsten nicht ihren Beruf ausüben könne. "Ich arbeite nachts als Tänzerin. Tagsüber muss ich schlafen. Das ging nicht mit einem Kind", sagte Sandra, die bereits ein Kind zur Adoption freigegeben hat, der "Bild". Mit ihrem Job finanziere sie ihre Ausbildung zur Visagistin.

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