Die Bilder der Woche Mit Herz und Feder

Eine Rekordzahl indigener Kandidaten tritt bei den Wahlen in Brasilien an. Sie wollen ein Zeichen gegen Bolsonaros Politik setzen. Und: In Kassel verschwinden nach und nach die Hinterlassenschaften der Documenta. Die Bilder der Woche.
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Lila und laut

Frauen protestieren in der bolivianischen Hauptstadt La Paz für das Recht auf sichere Abtreibung. Jedes Jahr am 28. September wird weltweit für das Recht auf legalen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen demonstriert.

Foto: Juan Karita / dpa
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Spiegelschau

High Heels, die hauptsächlich aus etwas Schnüre für die Wade bestehen; ein silbrig schimmerndes Kleid, das – nun ja –, ebenfalls nicht besonders viel Material verschlungen hat: Ein Model präsentiert eine neue Kreation des italienischen Labels Missoni, das seine Kollektion für Frühjahr und Sommer 2023 bei einer Schau in Mailand vorgestellt hat. Da der Laufsteg spiegelartige Eigenschaften hat, ergibt sich immerhin die doppelte Dosis Schönheit.

Foto: Antonio Calanni / AP
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Mückenschutz

Ein Arbeiter räuchert ein Haus in Neu-Delhi in Indien aus, um die Ausbreitung von Moskitos einzudämmen. Zuletzt waren die Fallzahlen des durch die Tiere übertragenen Denguefiebers dort angestiegen.

Foto: Anushree Fadnavis / REUTERS
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Kuppel im Rauch

Nach einem Angriff, der mutmaßlich von russischer Seite ausgeführt wurde, brach in der ostukrainischen Stadt Kupjansk ein Feuer aus. Auch die ukrainisch-orthodoxe St.-Nikolaus-Kirche wurde dadurch bedroht.

Foto: Ashley Chan / dpa
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Solidarisch

Eine Aktivistin zeigt während einer Demonstration vor der iranischen Botschaft in Buenos Aires den in roter Farbe auf ihren Körper gemalten Namen Mahsa. Die 22-jährige Mahsa Amini starb in Teheran in Polizeigewahrsam. Sie war festgenommen worden, offenbar weil sie das islamische Kopftuch nicht den Regeln entsprechend trug. Seitdem gibt es in Iran und vielen anderen Städten auf der Welt Protestkundgebungen.

Foto: Luis Robayo / AFP
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Legende von der heiligen Helena

Einer Überlieferung in orthodoxen Kirchen zufolge war es Helena, die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, die ein bei Grabungen im 4. Jahrhundert in Jerusalem entdecktes Kreuz nach Konstantinopel brachte. Die angebliche Auffindung des wahren Heiligen Kreuzes ist bis heute ein Feiertag, Meskel genannt, den die Äthiopisch-Orthodoxe, aber auch die Eritreisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche am 27. September begeht. In Addis Abeba gab es dazu am Vorabend große Feierlichkeiten – mit entsprechend arrangierter Dekoration.

Foto: Eduardo Soteras / AFP
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Kleid mit Hut

Kennen Sie die Hut-Zeichnung aus Antoine de Saint-Exupérys Buch »Der Kleine Prinz«? Der Hut, der auch eine Boa sein könnte, die einen Elefanten gefressen hat? Was sich unter diesem Kleid aus Christian Diors neuer Frühlings-und-Sommer-Kollektion, die in Paris vorgestellt wurde, verbergen könnte, überlassen wir mal Ihrer Fantasie. (Eine Hutschachtel jedenfalls hätte locker Platz. Oder ein Soufflé, bei dem man ein oder zwei Eier zu viel verwendet hat.)

Foto: Julien De Rosa / AFP
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Zunehmender Kunstgenuss

Im slowakischen Košice findet alljährlich im Herbst das Festival »Biela noc« statt. In den »Weißen Nächten« werden die Besucher zu Spaziergängen durch die nächtliche Stadt eingeladen, um eine Vielzahl von Lichtinstallationen zu entdecken – so wie diesen zunehmenden Mond. Erfunden wurde das Format in Paris, wo in diesem Jahr die 20. »Nuit blanche« stattfindet.

Foto: Robert Nemeti / Anadolu Agency / Getty Images
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Grenzgänger

Ein Migrant überquert zwischen Mexiko und den USA den Fluss Rio Bravo. Er plant offenbar, sich in El Paso (Texas) den US-Grenzbeamten zu stellen und um Asyl zu bitten. Die oppositionellen Republikaner werfen Präsident Joe Biden seit Monaten vor, in der Migrationspolitik und bei der Sicherung der Grenze zu Mexiko einen zu laxen Kurs zu fahren.

Foto: Jose Luis Gonzalez / REUTERS
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Im Namen der heiligen Karotte

Ein Mann im thailändischen Bangkok feiert das Vegetarische Fest, auch als Fest der neun Kaisergötter bekannt. Die Feierlichkeit wird vor allem von Chinesen begangen, die im Ausland leben – in China selbst ist das Fest unbekannt. Der Verzicht auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier soll während einer neuntägigen Fastenzeit Geist und Körper reinigen.

Foto: Rungroj Yongrit / EPA
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Nach der Flut

In der Folge von schweren Monsunregen sind in Pakistan seit Mitte Juni 1200 Personen ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen verloren ihr zu Hause und müssen in Zelten schlafen. Brücken stürzten ein, Straßen wurden beschädigt, Ernten gingen verloren. Laut Klimawandelministerin Sherry Rehman sind insgesamt mehr als 33 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen.

Foto: Rehan Khan / EPA
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Es lebe Kuba

Eine Frau läuft in der kubanischen Hauptstadt Havanna an einem Graffiti mit den Worten »Cuba Viva« vorbei. Kuba wurde zuletzt hart vom Hurrikan »Ian« getroffen, zwischenzeitlich fiel im ganzen Land der Strom aus.

Foto: Yamil Lage / AFP
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Aufklärung gefordert

Aktivisten und Kollegen von 43 verschwundenen Studenten der Universität »Isidro Burgos« von Ayotzinapa im Süden Mexikos demonstrieren in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Die Studenten waren vor acht Jahren von Polizisten verhaftet worden und verschwanden dann spurlos. Die Familien der Vermissten leiden vor allem unter der Ungewissheit und fordern endlich eine Aufklärung.

Foto: Sáshenka Gutiérrez / EPA
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Protestbild

Afghanische Mädchen zeigen in Kabul ihre Arbeiten während der ersten Malereiausstellung, die von einer künstlerischen und literarischen Gruppe »Hashiya« unter dem Namen »Gewalt« organisiert wurde. Die Künstler fordern die Taliban auf, Schulen für Mädchen ab der sechsten Klasse so schnell wie möglich wieder zu öffnen.

Foto: EPA
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Schwamm drüber?

Ein Mitarbeiter einer Malerfirma übermalt die Säulen des Fridericianums, die der rumänische Documenta-Teilnehmer Dan Perjovschi mit Botschaften und Illustrationen bemalt hatte. 738.000 Menschen haben die wegen massiver Antisemitismus-Vorwürfe umstrittene Documenta Fifteen in Kassel während ihrer hunderttägigen Laufzeit besucht.

Foto: Uwe Zucchi / dpa
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Anti-Ehrung

Demonstranten protestieren in Tokio gegen das Staatsbegräbnis des ermordeten Premierministers Shinzō Abe. Die Gegner des Regierungschefs erinnerten daran, dass er versucht hatte, die von Japan verübten Gräuel während des Zweiten Weltkrieges zu beschönigen.

Foto: Yuichi Yamazaki / AFP
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Wahlkämpferin

Tereza Arapium, Angehörige des indigenen Volkes der Arapium, posiert für ein Foto. Sie bewirbt sich im Bundesstaat Rio de Janeiro um einen Sitz im dortigen Parlament. Eine Rekordzahl indigener Kandidaten – darunter 31 Frauen – tritt bei den Wahlen in Brasilien als Reaktion auf die Politik von Präsident Jair Bolsonaro an.

Foto: Pilar Olivares / REUTERS
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Die Flut kommt

Nachdem »Ian« über Kuba hinwegzogen war, gewann er auf seinem Weg über den Atlantik nach Süden neue Energie und entwickelte sich zum Hurrikan der zweithöchsten Stufe. An einem Strand in Tampa, Florida, füllten Menschen Säcke mit Sand, um sich vor den drohenden Fluten zu schützen.

Foto: Shannon Stapleton / REUTERS
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Verhüllte Weisheit

Eine Statue Ghandis wird vor einem Krankenhaus im indischen Hyderabad errichtet. Der 23. September ist der Geburtstag des Nationalhelden.

Foto: Noah Seelam / AFP
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Alles nass

Auf den Philippinen setzte Taifun »Noru« ganze Straßenzüge unter Wasser. Hier watet eine Frau in San Ildefonso durch das brusthohe Nass.

Foto: Eloisa Lopez / REUTERS
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Gestrandet

Am australischen Ocean Beach in der Nähe von Macquarie Harbour, Tasmanien, sind ungefähr 200 Wale verendet.

Foto: Adam Reibel / dpa
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Trümmertour

Ein Junge fährt mit seinem Fahrrad an einem ausgebrannten Autoladen in der kirgisischen Stadt Batken vorbei. Zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Kirgistan und Tadschikistan kam es in letzter Zeit an der Grenze zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

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Foto: Vyacheslav Oseledko / AFP
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