Schutz vor Coronaverbreitung Karliczek will mehr Luftfilter für Schulen

Der Bund will den Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen jüngerer Schüler fördern. Länder und Kommunen sollen die Filter in den Sommerferien installieren.
Grundschule in Düsseldorf (Symbolbild)

Grundschule in Düsseldorf (Symbolbild)

Foto: Political-Moments / imago images

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will Klassenräume verstärkt mit Luftfiltern ausstatten lassen. Die CDU-Politikerin sprach in Berlin von fest installierten Filtern in Räumen, in denen unter 12-Jährige unterrichtet werden, die noch nicht gegen Covid-19 geimpft werden könnten. »Da unterstützen wir jetzt noch mal die Länder beziehungsweise die Kommunen.« Sie sollten über den Sommer feste Installationen anbringen können, sagte Karliczek.

Berlin fördert bereits den Einbau von Luftfiltern in öffentlichen Gebäuden, Theatern, Museen und auch Schulaulen. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium arbeitet zurzeit an einer Ergänzung der bestehenden Förderrichtlinie. Sie soll nun um Klassenzimmer für jüngere Schüler erweitert werden. In den Bundesländern gibt es zudem eigene Förderprogramme für den Luftfiltereinbau.

Karliczek sagte mit Blick auf das kommende Schuljahr: »Je niedriger die Infektionen sind, je weniger Infektionen wir haben, wenn wir nach dem Sommer in den Schulbetrieb starten, umso leichter können wir in den Regelschulbetrieb zurück.«

Auch im ablaufenden Schuljahr kommen nun immer mehr Kinder und Jugendliche zurück in die Schulen. Am Montag nahmen die Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen den Präsenzunterricht in voller Klassenstärke wieder auf, ebenso in Niedersachsen, dem Saarland und in Hamburg. »Es ist gut, dass die meisten Schulen nach Monaten der pandemiebedingten Einschränkungen jetzt wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren«, sagte Karliczek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Präsenzunterricht ist durch nichts zu ersetzen.«

kha/dpa
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