Abhängig von Infektionszahlen Grundschülern in Bayern droht Maskenpflicht im Unterricht 

Bayern bringt besonders strenge Hygieneregeln an Schulen ins Spiel: Abhängig von Infektionen soll die Maskenpflicht für Grundschüler verschärft - und Hybridunterricht angeordnet werden.
Maskenpflicht im Unterricht: In Bayern könnte sie auch Grundschüler treffen (Symbolbild)

Maskenpflicht im Unterricht: In Bayern könnte sie auch Grundschüler treffen (Symbolbild)

Foto: Gregor Fischer / DPA

Bei stark steigenden Corona-Fallzahlen in Bayern sollen auch Grundschüler einen Mund-Nasen-Schutz im Klassenraum tragen. Sofern in einer Region der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten werde, "gäbe es im Präsenzunterricht eine Maskenpflicht für alle, auch für Grundschüler", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) nach einer Sitzung der bayerischen Staatsregierung in München.

Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollten die Klassen ab diesem Wert zudem wieder in einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und dem Lernen zu Hause übergehen. Auf dieses sogenannte Hybridmodell hatten die meisten Bundesländer vor den Sommerferien gesetzt.

Der Ministerrat in Bayern hatte zuvor beschlossen, dass nach den Schulferien an den ersten neun Schultagen alle Lehrer und Schüler an den weiterführenden Schulen eine Maske im Unterricht tragen müssen. Darüber hinaus gilt an den Schulen im Freistaat eine Maskenpflicht in den Gebäuden und überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Sollte es nach Ablauf der neun Tage 35 Neuinfektionen und mehr pro 100.000 Einwohner geben, soll an allen weiterführenden Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werden, wie Piazolo sagte, es sei denn, die betroffenen Schulen könnten aufgrund der Räumlichkeiten den Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülerinnen und Schülern sicherstellen.

Nordrhein-Westfalen (NRW) hatte seine Regeln zuvor gelockert. Kultusministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte am Montag mitgeteilt, die landesweite Maskenpflicht im Unterricht an allen weiterführenden Schulen werde aufgehoben. Seit Dienstag sollen die Schulen selbst entscheiden. NRW hatte bis dahin die strengsten Schulregeln zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. In den meisten Bundesländern ist dies nur in Fluren und Gängen oder auch auf dem Pausenhof verpflichtend, aber nicht im Klassenraum.

fok/dpa
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