Coronapandemie Grüne fordern Online-Schulen für besonders gefährdete Kinder

»›Schule auf!‹ versus ›Schule zu!‹ bringt uns nicht weiter«: Grünenpolitikerinnen haben für neue Wege in der Coronapandemie geworben – es werde weiter Kinder geben, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.
Katrin Göring-Eckardt (2021): Forderung nach sichereren Schulen für alle

Katrin Göring-Eckardt (2021): Forderung nach sichereren Schulen für alle

Foto: Michael Kappeler / dpa

Wie soll es mit der Bildung in der Coronapandemie weitergehen? Führende Politiker der Grünen haben die Einrichtung von Online-Schulen für Kinder gefordert, die coronabedingt nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können. »Schwarz-weiß-Denken à la ›Schule auf!‹ versus ›Schule zu!‹ bringt uns nicht weiter«, schreiben Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt und die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Nina Stahr, in einem Gastbeitrag für die »Welt« .

»Wir müssen die Schulen so sicher wie möglich machen – und für alle Kinder, für die das nicht ausreicht, andere Lösungen finden.« Es gebe Kinder, die auch weiter nicht am Präsenzunterricht teilnehmen könnten, weil für sie selbst oder Angehörige eine Infektion mit Corona zu gefährlich wäre, heißt es in dem Beitrag. Für sie müsse man eigene Online-Schulen einrichten, »verankert im regulären Schulsystem«. Als Vorbild nannten Göring-Eckardt und Stahr »die kriegsgeschüttelte Ukraine, die ihren Schüler*innen Online-Unterricht ermöglicht und damit ein Stück Halt gibt«.

Deutschland erlebt mitten im Sommer eine Coronawelle mit hohen Infektionszahlen. Aktuell sind in vielen Bundesländern Sommerferien, in der kälteren Jahreszeit wird jedoch ein erneuter starker Anstieg der Infektionszahlen befürchtet. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hatte in einem Interview vor wenigen Tagen bekräftigt, dass es bestimmte weitreichende Maßnahmen nicht erneut geben werde: »Wir sind uns einig in der Koalition, dass es keinen Lockdown mehr geben wird, keine pauschalen Schulschließungen und auch keine Ausgangssperren.«

bbr/dpa
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