Coronakrise Lebenszufriedenheit von Schulkindern in der Pandemie stark gesunken

Immer mehr Kinder und Jugendliche zeigen Symptome einer depressiven Störung. Das zeigt eine Untersuchung der Krankenkasse DAK. Besonders Mädchen sind betroffen.
Unterricht von zu Hause aus: Homeschooling kann Kinder belasten

Unterricht von zu Hause aus: Homeschooling kann Kinder belasten

Foto: monkeybusinessimages / Getty Images / iStockphoto

Kein regulärer Schulunterricht, kaum Treffen mit Freunden: Die Coronapandemie belastet einer Studie zufolge viele Kinder und Jugendliche in Deutschland. Die Lebenszufriedenheit sank im Schnitt um rund 20 Prozent im Vergleich zu der Situation vor der Coronakrise, zeigt der »Präventionsradar 2021« der DAK-Gesundheit. Emotionale Probleme haben demnach stark zugenommen – vor allem bei Mädchen.

23 Prozent der Kinder und Jugendlichen zeigen der Studie zufolge Symptome depressiver Störungen wie Traurigkeit, geringes Selbstwertgefühl, Interessenverlust und sozialen Rückzug. Im Vorjahr waren es nur 18 Prozent.

Grundlage der Studie ist eine Befragung von 14.000 Schulkindern der Klassen fünf bis zehn in dreizehn Bundesländern im Schuljahr 2020/21, die das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel im Auftrag der Krankenkasse übernahm. Schulen in Hamburg, Bayern und dem Saarland waren nicht an der Umfrage beteiligt.

Mehrheit der Kinder bewegt sich nicht ausreichend

Jedes dritte Kind fühle sich der Studie zufolge in der Schule nicht ausreichend vor dem Virus geschützt. 56 Prozent hielten die Coronaregeln dort dagegen für angemessen. Den Angaben zufolge führt der Wegfall vieler Sportangebote zu Problemen: Insgesamt sei der Anteil der Befragten mit ausreichender Bewegung im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel gesunken. Die Mehrheit komme nicht auf die wissenschaftlich empfohlenen 90 Minuten täglich, teilt die Krankenkasse mit.

lmd
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