Coronaschutzmaßnahmen Bildungsministerin spricht sich gegen Maskenpflicht in Schulen aus

Dem neuen Infektionsschutzgesetz zufolge soll eine Maskenpflicht an Schulen möglich sein, zumindest ab Klasse 5 – doch Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger (FDP) rät ab.
Maskenpflicht an Schulen (Symbolbild)

Maskenpflicht an Schulen (Symbolbild)

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Sebastian Gollnow / dpa

Der Bundestag stimmt an diesem Donnerstag über Neuregelungen im Infektionsschutzgesetz ab, als Rechtsgrundlage für Coronamaßnahmen in den Ländern: An Schulen sollen die Bundesländer demnach Maskenpflichten vorschreiben dürfen, aber erst ab der fünften Klasse und nur, soweit dies »zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist«.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) zeigte sich skeptisch. Sie rief die Bundesländer dazu auf, von der Maskenpflicht in Schulen zunächst keinen Gebrauch zu machen.

»Die Schülerinnen und Schüler brauchen im neuen Schuljahr so viel Normalität wie möglich«, sagte die FDP-Politikerin. Masken seien im neuen Infektionsschutzgesetz in Schulen erst ab der fünften Klasse und nur als letztes Mittel vorgesehen, wenn sonst der Präsenzunterricht gefährdet wäre.

»Das ist ein hartes Kriterium. Meine Erwartung ist, dass die Länder bei der derzeitigen Coronalage keinen Gebrauch davon machen«, so Stark-Watzinger. »Die Lage würde sich nur im Falle einer neuen Virusvariante ändern, die deutlich ansteckender und gefährlicher ist.«

fok/dpa
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