Coronamaßnahme NRW führt Lollitests an allen Grund- und Förderschulen ein

Mit Lollitests sollen Infektionsketten zwischen den 730.000 Schülerinnen und Schülern in NRW frühzeitiger unterbrochen werden. Die Landesregierung setzt die Methode deshalb nun flächendeckend ein.
Lutschen und testen: NRW will die Infektionsketten in Schulen unterbrechen

Lutschen und testen: NRW will die Infektionsketten in Schulen unterbrechen

Foto: Marcel Kusch / picture alliance/dpa

Mit der Lollimethode will Nordrhein-Westfalen alle Grund- und Förderschüler auf Corona testen: Das Bundesland führt als erstes die Lollitests flächendeckend ein. Mit den Tests sollen alle mehr als 730.000 Schülerinnen und Schüler der knapp 3800 Grund- und Förderschulen zweimal pro Woche in ihrer jeweiligen Lerngruppe auf das Coronavirus getestet werden.

Der Test erfolgt zunächst gruppenweise. Erst wenn eine Gruppe positiv getestet wurde, sollen Einzeltests der Gruppenmitglieder vorgenommen werden, um die infizierten Kinder zu finden.

»Die Lollitests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdecken und Infektionsketten von vornherein in Schulen zu unterbrechen«, hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gesagt. Die Proben werden in PCR-Testverfahren von Laboren untersucht.

Täglich soll es NRW-weit rund 35.000 Pooltestungen geben. Zwölf Labore sollen die Tests auswerten.

kha/dpa