Präsidentin der Kultusministerkonferenz Alle Schüler sollen noch im März zur Schule gehen

Alle Schüler sollen laut der Präsidentin der Kultusministerkonferenz Britta Ernst noch im März wieder zur Schule gehen. Möglich machen sollen das auch Schnelltests.
Klassenraum einer Grundschule

Klassenraum einer Grundschule

Foto: Michael Taeger / imago images/Jan Huebner

Noch im März sollen laut der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), alle Schüler wieder zur Schule gehen können. »In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen – auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird«, sagte Ernst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Jede Woche, die Schüler zur Schule gehen könnten, sei wichtig.

»Auch wenn wir durch die Virusmutation eine veränderte Situation haben, können wir nicht noch mal mehrere Wochen warten«, sagte Ernst, die Bildungsministerin in Brandenburg ist. Die Schulschließungen hätten einen zu hohen sozialen Preis.

»Gerade der Wechselunterricht ermöglicht das Einhalten von Abständen sehr gut«, sagte Ernst den Blättern. Kinder und Jugendliche würden stark unter der Beschränkung ihrer Kontakte leiden. »Deshalb ist für mich klar, dass wir nicht nur die Grundschulen öffnen müssen, sondern auch an den weiterführenden Schulen zumindest in den Wechselunterricht gehen müssen«, sagte die SPD-Politikerin. Bei der Rückkehr an die Schulen sollten auch Schnelltests helfen.

Ernst fordert ferner einen Digitalpakt II, mit dem der Bund die Länder dauerhaft in Sachen Digitalisierung und Schule unterstützt. »Die fortwährenden Investitionen, um unsere Schulen bei der Digitalisierung dauerhaft auf dem Stand der Zeit zu halten, können Länder und Kommunen nicht allein leisten«, begründete Ernst die Forderung. »Der Bund muss sich hier weiter engagieren – und zwar erheblich.« Der Digitalpakt Schule ist im Mai 2019 in Kraft getreten. Bis 2024 stellt der Bund darüber fünf Milliarden Euro für die Ausrüstung der Schulen mit neuer Technik bereit.

cop/dpa/Reuters
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