Befristet auf neun Tage Bayern führt Maskenpflicht im Schulunterricht ein

Schüler in Bayern müssen den Mund-Nasen-Schutz nach den Sommerferien zunächst auch im Unterricht tragen. Ausgenommen bleiben nur die Grundschulen. Der Landesschülerrat begrüßte die Vorsichtsmaßnahme.
Unterricht mit Mund-Nasen-Schutz: In Nordrhein-Westfalen endet die Pflicht zum Maskentragen im Unterricht am Montag

Unterricht mit Mund-Nasen-Schutz: In Nordrhein-Westfalen endet die Pflicht zum Maskentragen im Unterricht am Montag

Foto: Rupert Oberhäuser / imago images

Nach dem Ende der Sommerferien gilt in Bayerns Schulen zunächst für neun Schultage eine Maskenpflicht im Unterricht. Dies teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach Beratungen mit Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern in München mit. Von der Maskenpflicht als "Sicherheitspuffer" im Unterricht seien einzig die Grundschulen ausgenommen. Der Unterricht beginnt in Bayern am Dienstag kommender Woche wieder.

Bayerns Bildungsminister Michael Piazolo (Freie Wähler) bedauerte die Einführung zwar, er hätte sich auch einen anderen Start nach den Sommerferien gewünscht, aber die zeitlich begrenzte Maskenpflicht sei angesichts der Situation notwendig. "Wir wollen in der Schule kein Risiko eingehen", sagte Piazolo. Er habe wegen der Schulpflicht eine besondere Verantwortung und wolle den Eltern und den Schülern größtmögliche Sicherheit bieten.

Der Koordinator des Landesschülerrats, Joshua Grasmüller, begrüßte die Maßnahme: "Vorsicht ist besser als Nachsicht." Die Maßnahme ermögliche es, alle Schülerinnen und Schüler mitzunehmen und die Bildungsungerechtigkeit so weit wie möglich einzudämmen.

Die Maskenpflicht zum Auftakt des Schuljahrs ist Teil des Hygienekonzepts, mit dem der Regelbetrieb an den Schulen auch in der Pandemie aufrechterhalten werden soll. Dazu gehört, dass es zur Minimierung der Ansteckungsrisiken zudem in den Gebäuden und überall dort, wo kein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, eine Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes gibt.

Verlängerung der Maskenpflicht je nach Fallzahlen

Sollte es in einer Region auch nach den neun Tagen hohe Fallzahlen geben, kann die Maskenpflicht im Unterricht auch regional begrenzt verlängert oder neu verhängt werden. Ziel sei es, den Regelunterricht auch in der Krise bestmöglich aufrechtzuerhalten. "Wir wollen wieder Schule haben in Bayern", sagte Söder.

Formell wird Bayern sein Schulkonzept in der Kabinettssitzung am Dienstag beschließen. Die Zustimmung in der Koalition gilt als sicher.

Der Freistaat geht damit im Kampf gegen das Corona-Infektionen einen ähnlichen Weg wie Nordrhein-Westfalen. Auch hier hatte nach den Ferien für zwei Wochen eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen gegolten. Nachdem im bevölkerungsreichsten Bundesland die Fallzahlen entgegen dem Bundestrend jüngst rückläufig waren, endete die Maskenpflicht im Unterricht an diesem Montag.

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In Bayern gilt bisher wegen der Pandemie generell eine zeitlich nicht befristete Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und an allen Orten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Verstöße werden mit 250 Euro und im Wiederholungsfall mit 500 Euro geahndet. Der Freistaat setzt zur Prävention der Infektion neben Masken auch auf eine umfangreiche Teststrategie. Frühzeitige Befunde sollen ausdrücklich auch Mitarbeiter an Schulen, Schüler und ihre Familien vor einer unbemerkten Ansteckung mit dem Virus schützen.

sun/dpa