Coronavirus Japan schließt Schulen bis Ende März

Wegen des Coronavirus hat der japanische Premierminister Shinzo Abe angekündigt, die Schulen im Land bis zu den Frühlingsferien geschlossen zu halten. Die Maßnahme betrifft 12,8 Millionen Kinder und Jugendliche.
Premierminister Shinzo Abe: 12,8 Millionen Kinder und Jugendliche sollen vorerst nicht in die Schule gehen.

Premierminister Shinzo Abe: 12,8 Millionen Kinder und Jugendliche sollen vorerst nicht in die Schule gehen.

Foto: -/ dpa

Japan will die weitere Ausbreitung des Coronavirus, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, eindämmen - und greift dafür zu drastischen Maßnahmen: Alle japanischen Schulen sollen bis Ende März geschlossen bleiben. Eine entsprechende Aufforderung werde die Regierung an alle Grund- und weiterführenden Schulen richten, sagte Japans Premierminister Shinzo Abe bei einem Treffen des Coronavirus-Krisenstabs.

Danach beginnen in Japan die zehntägigen Frühlingsferien. Die Maßnahme betrifft 12,8 Millionen Kinder und Jugendliche an 34.847 Schulen im ganzen Land. Abe sagte, die kommenden beiden Wochen seien entscheidend für den Kampf gegen das Virus.

In Japan sind nach derzeitigem Kenntnisstand mehr als 900 Menschen an Covid-19 erkrankt, acht Menschen starben. Mit mehr als 700 Infektionen entfällt der größte Teil davon auf Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", das im Hafen von Yokohama nahe der Hauptstadt Tokio zwei Wochen unter Quarantäne gestanden hatte. Auf dem Schiff sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang drei Menschen gestorben.

Die zweiwöchige Quarantäne auf der "Diamond Princess" war von einigen Experten als unzureichend kritisiert worden. Bei einer zunächst negativ auf das neue Coronavirus getesteten japanischen Passagierin des Schiffs war nachträglich das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Die Regierung hatte der gut 60-jährigen Frau erlaubt, die "Diamond Princess" nach Ende der Quarantäne zusammen mit Hunderten anderen negativ getesteten Passagieren am Mittwoch zu verlassen. Sie durften mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren, was auf Unverständnis stieß.

olb/kkoReuters/AP
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