Frankreich Studierende müssen Präsenzprüfungen ablegen – trotz Corona

Präsenzprüfungen trotz Omikron und steigender Infektionszahlen: Französische Studierende müssen sich auf reguläre Zwischenprüfungen ab Anfang Januar einstellen. Das sorge für weniger Stress, sagt die Hochschulministerin.
Weniger Stress durch Prüfungen von Angesicht zu Angesicht? Student an einer Privathochschule in Paris (2014)

Weniger Stress durch Prüfungen von Angesicht zu Angesicht? Student an einer Privathochschule in Paris (2014)

Foto: AFP

Studierende in Frankreich müssen ihre ab Anfang Januar anstehenden Zwischenprüfungen trotz rasant steigender Corona-Infektionen in Präsenz ablegen. Mehrheitlich sei dies der Wunsch der Studentinnen und Studenten, sagte Hochschulministerin Frédérique Vidal am Mittwoch dem Sender »France info« .

Die Hochschulen täten alles, um einen möglichst guten Ablauf der Prüfungen zu ermöglichen. Im Einzelfall könnten Prüfungen aber auch verschoben werden. Das gelte etwa dann, wenn es in einem Kurs besonders viele Krankheitsfälle gebe, sagte die Ministerin. Ein grundsätzliches Festhalten an den festgelegten Präsenzterminen verhindere jedoch, dass Studierende in zusätzlichen Stress gerieten. 92 Prozent von ihnen seien geimpft.

Studentengruppen hatten Alarm geschlagen, weil sie eine Verbreitung von Infektionen durch die Prüfungen befürchten. Sie argumentieren, auch erkrankte oder zur Kontaktperson erklärte Studierende könnten sich zur Teilnahme an den Prüfungen gedrängt sehen, weil ihnen sonst Nachteile im Studium drohen könnten. Nur mit rechtzeitigen Ergebnissen der Zwischenprüfungen sei etwa die Bewerbung für einen Master-Studiengang möglich.

Obwohl Frankreich angesichts einer rasant steigenden Zahl von Coronainfektionen seine Beschränkungen gerade erst verschärft hat, soll auch der Schulbetrieb nach den Ferien wie geplant am 3. Januar wieder beginnen. Distanzunterricht soll es nach dem Willen der Regierung nicht geben. Aus der Lehrerschaft gab es Kritik an diesem Kurs.

him/dpa
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