Fremdsprachenunterricht Schüler in Deutschland lernen seltener Russisch

In der DDR war Russisch noch Pflichtfach. Heute wird diese Fremdsprache an deutschen Schulen immer seltener gelernt. Andere Sprachen sind deutlich weiter verbreitet.
Seltenheit in deutschen Klassenzimmern: Pult eines Russischlehrers (Symbolbild)

Seltenheit in deutschen Klassenzimmern: Pult eines Russischlehrers (Symbolbild)

Foto:

Robert B. Fishman / ddp

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland Russisch als Fremdsprache erlernen, ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig zurückgegangen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Im Schuljahr 2020/21 entschieden sich für dieses Fach noch 94.000 Kinder und Jugendliche – ein Rückgang um 83 Prozent im Vergleich zum Schuljahr 1992/93.

Es war das erste Schuljahr, für das Daten für das gesamte Bundesgebiet erhoben wurden. Damals hatten bundesweit noch 565.100 Schülerinnen und Schüler Russisch in der Schule gelernt, die meisten davon in Ostdeutschland. In der damaligen DDR wurde Russisch verpflichtend als erste Fremdsprache gelehrt.

Noch immer gibt es laut dem Statistischen Bundesamt bei der Wahl der Fremdsprache regionale Unterschiede: Mehr als zwei Drittel der Schüler, die Russisch als Fremdsprache gewählt hatten, gingen in ostdeutschen Bundesländern oder in Berlin zur Schule.

Insgesamt sind andere Fremdsprachen deutlich weiter verbreitet. So lernen in Deutschland fast sieben Millionen Schülerinnen und Schüler Englisch, 1,29 Millionen Französisch, und fast eine halbe Million wählte Spanisch als Fremdsprache.

fok/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.