Kritik an Notbremse Göring-Eckardt will Präsenzunterricht früher stoppen

Grünenfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt pocht auf mehr Schutz vor Coronainfektionen an Schulen. Erst ab einer Inzidenz von 200 zu handeln, sei zu spät.
Katrin Göring-Eckardt: »Kinder stecken ihre Eltern an«

Katrin Göring-Eckardt: »Kinder stecken ihre Eltern an«

Foto: Christian Spicker / imago images/Christian Spicker

Steigt die Inzidenz in Kreisen und Städten auf über 200 Corona-Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner, sollen nach der geplanten »Bundesnotbremse« Schulen keinen Präsenzunterricht mehr anbieten.

Katrin Göring-Eckardt sind diese Schutzmaßnahmen des Bundes zu schwach: Die Grünen-Fraktionschefin forderte mehr Schutz vor Coronainfektionen an Schulen. »Erst ab einer Inzidenz von 200 zu handeln, ist zu spät«, sagte Göring-Eckardt am Freitag bei Beratungen im Bundestag.

Tests schon bei niedrigeren Inzidenzen verlangt

Ab einer Inzidenz vom 100 soll es bei Präsenzunterricht zwei Coronatests pro Woche geben. Göring-Eckardt forderte Tests schon bei niedrigeren Inzidenzen.

»Wir wissen, dass die Mutation jetzt sehr stark Kinder betrifft, dass die Kinder ihre Eltern anstecken«, sagte Göring-Eckardt. Sie forderte, dass »dringend nachgebessert« werden müsse. »Und da geht es zuallererst für mich um die Kontakte in der Arbeitswelt, die müssen maximal rechtsverbindlich runter und der Schutz muss hoch.«

Bisher lag die Umsetzung des Infektionsschutzes an Schulen in der alleinigen Verantwortung der Länder. Ihnen steht es auch bei Einführung der »Bundesnotbremse« frei, selbst schärfere Regeln zu erlassen.

kha/dpa