Kultusministerkonferenz Präsidentin Hubig will Unterricht für Mädchen und Jungen trennen

Für Fächer wie Mathe und Naturwissenschaften könnte es sinnvoll sein, wenn Schülerinnen und Schüler getrennt unterrichtet würden. Das regt jedenfalls Stefanie Hubig an, Präsidentin der Kultusministerkonferenz.
"Lassen wir uns auf dieses Experiment ein": Schülerinnen im Physikunterricht an einer Schule in Freiburg (Archivbild)

"Lassen wir uns auf dieses Experiment ein": Schülerinnen im Physikunterricht an einer Schule in Freiburg (Archivbild)

Foto: Patrick Seeger/ picture-alliance/ dpa/dpaweb

Getrennte Stunden für Jungen und Mädchen in Mathematik und Informatik, Biologie, Chemie und Physik: Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), kann sich eine zeitweise Geschlechtertrennung in der Schule vorstellen. "Seien wir offen dafür, Mädchen und Jungen in Fächern wie Mathe und Physik phasenweise getrennt zu unterrichten", sagte die SPD-Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland .

"Lassen wir uns auf dieses Experiment ein und schauen wir, welches Ergebnis wir bekommen", schlug Hubig vor. In jedem Fall sei es richtig, "Unterricht zielgruppenorientiert anzugehen". In Klassen ohne Jungen ließen sich Mädchen häufig leichter für Physik begeistern. Die Bildungspolitikerin sagte, sie sei selbst "als Schülerin eine Zeit lang auf einem reinen Mädchengymnasium und eine Zeit lang auf einer gemischten Schule" gewesen.

Im gemischten Unterricht gebe es ihrer Beobachtung nach oft eine klare Rollenverteilung: Jungen stürmten in diesen Fächern nach vorn und sagten: "Ich mache das Experiment." Mädchen seien oft zurückhaltender und sagten: "Dann schaue ich erst mal zu." Solche Muster könnten in getrennten Klassen durchbrochen werden.

him/AFP
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