Debatte über Ausbildung auf Islamkonferenz Deutsche Imame sollen Radikalisierung von Gläubigen verhindern

Wer soll in deutschen Moscheen predigen – und in welcher Sprache? Diese Fragen beschäftigen die Deutsche Islam Konferenz. Innenminister Horst Seehofer setzt darauf, Imame hierzulande auszubilden.
Imam mit Zuhörern in Köln (Archivbild): Radikalisierung verhindern – aber wie?

Imam mit Zuhörern in Köln (Archivbild): Radikalisierung verhindern – aber wie?

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A3508 Rolf Vennenbernd/ dpa

Die jüngste Serie islamistischer Attentate in Europa behindert nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer nicht die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und muslimischen Vereinigungen in Deutschland.

Bereits begonnene Projekte würden fortgesetzt – und "wir lassen uns durch Terrorismus und Extremismus nicht aus der Bahn bringen", sagte der CSU-Politiker in Berlin vor Beginn einer Sitzung der Deutschen Islam Konferenz (DIK).

Auch der von seinem Ministerium geförderte neue Lehrgang für deutschsprachige Imame in Osnabrück sei ein Beitrag zur Verhinderung von Radikalisierung und damit "gut angelegtes Geld für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Lande", so Seehofer.

Entscheidend sei, dass die dort ausgebildeten Geistlichen anschließend auch tatsächlich in den Moscheegemeinden als Prediger eingesetzt würden, sagte der CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries. Denn es sei "fundamental wichtig", dass die islamischen Religionsgemeinschaften hierzulande organisatorisch, finanziell und personell nicht von ausländischen Regierungen abhängig seien.

Die Deutsche Islam Konferenz beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Frage, wer in deutschen Moscheen in welcher Sprache predigen soll. Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Treffen als Videokonferenz statt.

mxw/dpa
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