Grundschule in Bayern Lernplattform gehackt, Videos mit zweifelhaftem Material eingespielt

Pornos und Politik statt Pädagogik: Unbekannte haben die Lernplattform einer Grundschule in Kelheim gehackt und mit unterrichtsfremdem Material geflutet. Jetzt ermittelt die Polizei.
»Sachfremde Videosequenzen« im Klassenchat: Schülerinnen und Schüler am Computer (Symbolbild)

»Sachfremde Videosequenzen« im Klassenchat: Schülerinnen und Schüler am Computer (Symbolbild)

Foto: Marc Tirl/ dpa

Auf der Lernplattform einer Grundschule in Abensberg im bayerischen Landkreis Kelheim haben Unbekannte verschiedene Videos eingespielt. Rund 25 Schülerinnen und Schüler bekamen am Dienstagmittag die mehrere Minuten langen »sachfremden Videosequenzen« während eines Unterrichtschats zu sehen. Das teilte das Polizeipräsidium Niederbayern in Straubing mit .

Die Videos wurden demzufolge eingespielt, als die Kinder gerade im Distanzunterricht an einer gemeinsamen Chatsitzung ihrer Klasse teilnahmen. In den Filmen soll es zu verbalen Beleidigungen gegenüber Schülerinnen und Schülern und deren Eltern gekommen sein.

Der Polizei zufolge sollen nach anfänglichen Schilderungen auch Pornos und rechte Inhalte gezeigt worden sein. Dies sei aber noch nicht zu verifizieren gewesen. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Beleidigung. Die Schule hat nach dem Vorfall ein Sicherheitsupdate installiert, um weitere Zugriffe von außen auf die Lernchats zu unterbinden.

him/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.