Nach den Ferien Kultusminister versprechen »dauerhaften Regelbetrieb«

Monatelange Schulschließungen wollen sie auf jeden Fall verhindern, Klassenfahrten sollen wieder normal stattfinden: Die Kultusminister geben sich kurz vor den Sommerferien kämpferisch.
»Regelbetrieb mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden«: Schulklasse im Präsenzunterricht (im Saarland)

»Regelbetrieb mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden«: Schulklasse im Präsenzunterricht (im Saarland)

Foto: Oliver Dietze / dpa

Die Kultusministerkonferenz (KMK) positioniert sich für das kommende Schuljahr: Monatelange Schulschließungen wie in diesem Jahr soll es nach ihrem Willen im kommenden Schuljahr nicht mehr geben. Die Ministerinnen und Minister der Länder vereinbarten am Donnerstag bei einer Videoschalte, dass alle Schulen nach den Sommerferien »dauerhaft im Regelbetrieb mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden« besucht werden sollen.

Das geht aus einem Beschluss hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Regelbetrieb bedeute demnach, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde. Auch außerschulische Angebote, etwa Schulfahrten, würden wieder in »vollem Umfang« ermöglicht, verspricht die KMK ungeachtet der Warnungen einiger Fachleute vor einer möglichen vierten Infektionswelle.

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»Wir werden alle für einen dauerhaften Regelbetrieb und die Vermeidung weiterer Schulschließungen kämpfen«, hieß es aus Kreisen der Ministerinnen und Minister. Der Schulbetrieb soll dabei ausdrücklich nicht daran geknüpft werden, ob Schülerinnen und Schüler geimpft sind oder nicht.

Eine mögliche Maskenpflicht in den Schulen auch im neuen Schuljahr schließt die KMK nicht aus. Grundsätzlich müsse der Einsatz von Mitteln zur Eindämmung der Pandemie, wie Tests und Masken, weiter in Betracht gezogen werden, da die weitere Entwicklung unklar sei. »Aber auch eine Maskenpflicht ist immer noch absolut vorzugswürdig gegenüber einer neuerlichen Schulschließung«, sagte ein Teilnehmer der Beratungen. Einige Länder haben die Maskenpflicht gerade erst gelockert.

him/dpa
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