Reaktion auf Steuerzahlerbund Fachverband warnt vor Abschaffung von Beamtenstatus für Lehrer

Der Bund der Steuerzahler hat den Beamtenstatus für Lehrerinnen und Lehrer infrage gestellt. Im Falle einer Abschaffung fürchtet der Deutsche Lehrerverband jedoch »einen noch größeren Lehrkräftemangel«.
Lehrer im Unterricht (Symbolbild)

Lehrer im Unterricht (Symbolbild)

Foto: imago images / Westend61

Der Deutsche Lehrerverband hat Kritik an Verbeamtungen im Schul- und Lehrbetrieb zurückgewiesen. »Wer den Beamtenstatus abschaffen will, nimmt einen noch größeren Lehrkräftemangel bewusst in Kauf«, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Zeiten des massiven Lehrkräftemangels sei die Verbeamtung auch ein Gesichtspunkt, der bei der Berufswahl junger Menschen den positiven Ausschlag geben könnte.

Der Präsident des Steuerzahlerbunds, Reiner Holznagel, hatte zuvor den Beamtenstatus im Schulbetrieb als nicht notwendig bezeichnet. Die finanziellen Folgen der »Verbeamtungswelle« träfen die Haushalte – vor allem die der Länder, die mit spürbar gestiegenen Pensionslasten zu kämpfen hätten.

In der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten« wies Meidinger auf die schlechten Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrern hin. »Lehrer unterrichten in Deutschland tatsächlich oft wie am Fließband.« Er fügte an: »Sie müssen in großen Klassen unter hoher Arbeitsbelastung wie automatisiert ihr Programm runterspulen – Hauptsache, die Stunde hat stattgefunden.« Es fehle zu oft die Zeit, auch mal zu reflektieren oder sich etwas Neues auszudenken.

wit/dpa
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