Steigende Infektionszahlen Lehrerverband erwartet »große Einschränkungen« im neuen Schuljahr

Präsenzunterricht um jeden Preis bedeute, die »Durchseuchung der Schulen« in Kauf zu nehmen, meint Heinz-Peter Meidinger vom Lehrerverband. Von der Politik fordert er eine ehrliche Einschätzung der Situation.
Auch im neuen Schuljahr, glaubt Meidinger, wird es wieder Distanzunterricht geben (Symbolbild)

Auch im neuen Schuljahr, glaubt Meidinger, wird es wieder Distanzunterricht geben (Symbolbild)

Foto: Jonas Güttler / dpa

Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, erwartet auch im kommenden Schuljahr große Einschränkungen infolge der Coronapandemie. Wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus müssten Hunderttausende Schüler in Quarantäne, sagte Meidinger in einem Interview mit der Tageszeitung »Welt«. »Niemand kann ausschließen, dass wir wegen der Delta-Variante und der mangelnden Impfquote eine enorme vierte Welle bekommen, in der dann auch wieder Wechselunterricht nötig wird.«

Meidinger rief die Politik zu Ehrlichkeit auf. »Wer jetzt verspricht, dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall vollständigen Präsenzunterricht geben wird, begibt sich auf dünnes Eis«, sagte der Verbandspräsident. Präsenzunterricht um jeden Preis bedeute, die »Durchseuchung der Schulen« in Kauf zu nehmen. »So ehrlich sollte Politik das schon sagen.«

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FDP fordert Impfungen in Schulen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sprach sich für Coronaimpfungen auch in den Schulen aus. Nach den Sommerferien dürfe es nicht mehr dazu kommen, dass Schulen geschlossen werden müssten, sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Ich bin dafür, dass es an den Schulen auch Impfangebote für Jugendliche gibt. Das muss man schon jetzt mit mobilen Impfteams in großem Umfang vorbereiten.« Am Ende müssten Schüler und Eltern aber selbst entscheiden, ob sie eine Impfung wollten.

olb/dpa
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