Neues Schuljahr Lehrerverband fordert Präsenzunterricht – trotz Delta-Variante

Tests, Masken, Luftfilter: Die Schulen müssten sich in den Sommerferien auf eine vierte Welle im Herbst vorbereiten, nur so bestehe Hoffnung auf Präsenzunterricht, finden Lehrervertreter.
Schüler in Erfurt (Archiv)

Schüler in Erfurt (Archiv)

Foto: Martin Schutt / dpa

Nach wochenlangem Distanzunterricht während des Shutdowns machen sich der Deutsche Lehrerverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Gedanken darüber, wie der Unterricht im neuen Schuljahr stattfinden kann. Verband und Gewerkschaft fordern die Politik nun auf, Präsenzunterricht zu Beginn des neuen Schuljahrs auch dann zu ermöglichen, wenn sich die Delta-Variante ausbreitet.

Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagt den Zeitungen der Funke Mediengruppe, eine neuerliche Phase des Distanz- und Wechselunterrichts wäre »für alle Betroffenen ein herber Rückschlag«. Er verlangte daher, »dass jetzt in den Ferien alles getan werden muss, um im Herbst auch auf eine vierte Welle an Schulen vorbereitet zu sein«.

Auch die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, setzt der Funke Mediengruppe zufolge im kommenden Schuljahr auf »Präsenzunterricht für alle«. Nach den Ferien würden aber »Hygienekonzepte sowie eine effektive Teststrategie und Masken in geschlossenen Räumen wie Klassenzimmern eine wichtige Rolle spielen, um eine Ausbreitung der Delta-Variante zu verhindern«.

Politik und Verwaltung müssen den Sommer nutzen und »die Schulen endlich krisenfest machen«, etwa mit Luftfiltern in Klassenräumen.

kha/Reuters
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