Masern Verfassungsgericht lehnt Eilanträge gegen Impfpflicht ab

In Deutschland dürfen Kinder nur noch in die Kita, wenn sie gegen Masern geimpft oder immun sind. Daran konnten auch Eilanträge gegen das Gesetz nichts ändern.
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Das Bundesverfassungsgericht hat zwei Eilanträge gegen die Masern-Impfpflicht abgelehnt. Das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe lehnte mit einem am Montag veröffentlichten Beschluss die Anträge ab, die darauf zielten, die Neuregelungen im Infektionsschutzgesetz vorläufig außer Kraft zu setzen.

Diese Vorschriften sehen vor, dass Kinder in einer Kita lediglich bei Nachweis eines ausreichenden Impfschutzes oder einer Immunität gegen Masern betreut werden dürfen.

Das Gericht begründet  dies unter anderem damit, dass das Interesse, Kinder ohne Masern-Schutzimpfung in der Kita betreuen zu lassen, hinter dem Interesse "an der Abwehr infektionsbedingter Risiken für Leib und Leben einer Vielzahl von Personen" zurücktreten müsse.

wbr/AFP