Gute Wünsche zur Einschulung Grundschülerin Angela bekommt Post von Merkel

Ihre Eltern flohen 2015 aus Syrien, aus Dankbarkeit für die Flüchtlingspolitik nannten sie ihre damals geborene Tochter Angela. Nun wurde die Sechsjährige eingeschult – mit guten Wünschen der früheren Kanzlerin.
»Für Angela«: Erstklässlerin Angela mit Autogrammkarte der ehemaligen Kanzlerin

»Für Angela«: Erstklässlerin Angela mit Autogrammkarte der ehemaligen Kanzlerin

Foto: Christoph Reichwein / dpa

Schultüte, Schulranzen – und ein Foto von der Ex-Kanzlerin: Für die sechs Jahre alte Angela war der Beginn ihrer Schulzeit ganz schön aufregend. Per Brief erreichte sie kurz vor ihrer Einschulung in Köln eine Autogrammkarte ihrer Namensvetterin Angela Merkel samt Widmung. »Für Angela« stand darauf. Unterschrieben von Angela.

Der Grund: Die kleine Angela und Merkel verbindet eine besondere Geschichte. Die Sechsjährige kam Ende 2015 in Köln zur Welt, wie ihre Eltern berichten – kurz nach der Flucht der Familie aus Syrien. Aus Dankbarkeit für die Flüchtlingspolitik habe man die Tochter damals nach der Kanzlerin benannt, sagt Vater Ezzat. »Sie hat vielen Leuten geholfen. Sie hat uns geholfen«, erklärt er.

Angela mit Vater Ezzat und Mutter Medea

Angela mit Vater Ezzat und Mutter Medea

Foto: Christoph Reichwein / dpa

Aus Verehrung für die Kanzlerin haben etliche geflüchtete Familien aus Syrien, Afghanistan, Kamerun, Nigeria oder dem Irak ihren in Deutschland geborenen Kindern seinerzeit den Vornamen Angela gegeben. Oder Merkel. Oder beide zusammen .

Der Kontakt zu Merkels Büro kam über ein befreundetes Ehepaar zustande, das die Familie seit Jahren ehrenamtlich begleitet. Das Büro bestätigte den Versand der Karte. Die kleine Angela geht nun mit den guten Wünschen der einst mächtigsten Frau der Welt im Rücken zur Schule.

Wenn man sie fragt, ob die große Angela nett sei, dann sagt sie: »Jaaaaa.« Als Erstes will sie das Schreiben lernen. Obwohl sie auch schon etwas schreiben kann: ihren Vornamen.

sun/dpa
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