Mund-Nasen-Schutz im Unterricht Laschet verteidigt umstrittene Maskenpflicht an Schulen in NRW

"Wir müssen gerade in diesen Tagen besonders vorsichtig sein": NRW-Ministerpräsident Laschet hält an der Maskenpflicht fest - die Bildungsministerin macht den Oberstufenschülern jedoch ein Zugeständnis.
Mit Maske im Unterricht: In NRW verpflichtend (Symbolbild)

Mit Maske im Unterricht: In NRW verpflichtend (Symbolbild)

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Jonas Güttler/ dpa

Kurz vor dem Start ins neue Schuljahr hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen verteidigt. "Wir müssen gerade in diesen Tagen besonders vorsichtig sein", sagte Laschet vor Beginn einer Kabinettssitzung in Düsseldorf. Die Infektionszahlen waren zuletzt wieder gestiegen, zudem kehrten viele Menschen aus dem Urlaub zurück.

"Die Pandemie ist längst noch nicht vorbei", so Laschet. "Wenn sich das Geschehen normalisiert, dann können wir auch schnell wieder von dieser Pflicht Abstand nehmen."

Einziges Bundesland mit Maskenpflicht im Unterricht

Ab Mittwoch kehren im einwohnerstärksten Bundesland rund 2,5 Millionen Schüler an landesweit 5500 Schulen in den Regelbetrieb zurück. Als einziges Bundesland hat NRW eine Maskenpflicht beschlossen, die nicht nur im Schulgebäude und auf dem Gelände gilt, sondern an weiterführenden und berufsbildenden Schulen auch im Unterricht. Die Maßnahme ist zunächst bis Ende August befristet.

Andere Bundesländer ordneten zwar zuletzt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände an, jedoch nicht während des Unterrichts. Die Maßnahme ist umstritten. Elternverbände kritisierten etwa, dass sich Schülerinnen und Schüler nicht konzentrieren könnten, wenn sie stundenlang Maske tragen müssten.

Das nordrhein-westfälische Schulministerium kam den Oberstufenschülern nun zumindest etwas entgegen. "Die derzeitigen Hitzefreiregelungen werden angesichts der hohen Außentemperaturen und der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II vorerst ausgeweitet", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) dem "Kölner Stadt-Anzeiger " und der "Rheinischen Post " (Dienstag).

Die Schulleitung kann demnach auch bei den älteren Schülern den Unterricht absagen, wenn die Temperaturen in den Räumen auf mehr als 27 Grad steigen. Damit gilt für die Oberstufe dieselbe Regelung wie bereits zuvor für alle anderen Schüler. Der Städtetag Nordrhein-Westfalen sowie die Landesschülervertretung hatten zuvor gefordert, mit dem Hitzefrei angesichts der Maskenpflicht großzügig umzugehen und die Regeln auf die Oberstufe auszuweiten.

sun/dpa/AFP
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