Nach Rückkehr zum Präsenzunterricht Österreich meldet rund 1500 positive Corona-Tests an Schulen

Seit gut drei Wochen läuft der Schulbetrieb in Österreich wieder in Präsenz – mit regelmäßigen Corona-Tests. Nun hat das Land eine erste Bilanz gezogen.
Ein Lehrer in Wien demonstriert vor Schülern die Benutzung eines Corona-Schnelltests (Archivbild)

Ein Lehrer in Wien demonstriert vor Schülern die Benutzung eines Corona-Schnelltests (Archivbild)

Foto: Georg Hochmuth / dpa

Die Rückkehr zum Präsenzunterricht in den Schulen ist in Deutschland seit Monaten ein Streitthema. Während Kritiker warnen, die Bildungseinrichtungen könnten neue Ansteckungshotspots werden, kam das Robert Koch-Institut jüngst zur Einschätzung, dass Schülerinnen und Schüler für das Infektionsgeschehen »eher nicht als ›Motor‹ eine größere Rolle spielen«.

Aus Österreich, wo der Präsenzunterricht seit dem 8. Februar wieder läuft, gibt es nun ebenfalls neue Daten. Rund 1500 Schülerinnen und Schüler wurden seitdem positiv auf das Virus getestet, wie das Bildungsministerium mitteilte.

1,4 Millionen Schnelltests an Schulen – in einer Woche

Tendenziell steigt die Zahl der Fälle dort offenbar: Allein in der nun dritten Woche seien es 904 gewesen – 619 bei Schülern sowie 285 bei Lehrern und Verwaltungspersonal, hieß es. Insgesamt wurden seit Montag 1,4 Millionen Tests in den Schulen gemacht. »Es ist gut, dass wir die Fälle finden. Nur so kann man die Schulen aufhalten«, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Alle 1,1 Millionen Schüler müssen sich selbst mindestens einmal die Woche mit einem sogenannten Nasenbohrer-Test in der Schule auf eine etwaige Infektion untersuchen. Dabei wird ein Abstrich aus dem vorderen Bereich der Nase genommen. Weil die Grundschüler die gesamte Woche über im Präsenzunterricht sind, müssen sie sich zweimal wöchentlich testen. Das Ministerium zieht derweil ein positives Fazit: Die Kinder kämen »irrsinnig gut damit zurecht«.

Im Fall eines positiven Ergebnisses würden die betroffenen Schüler in einem separaten Raum betreut sowie die Eltern und die Gesundheitsbehörden informiert. Die folgenden PCR-Tests zur Überprüfung eines Resultats bestätigten in 80 Prozent der Fälle den positiven Selbsttest.

Österreich hatte bereits im vergangenen Jahr kontinuierliche Corona-Gurgeltests an zahlreichen Schulen durchgeführt. Demnach gab es an Schulen verhältnismäßig wenig Infektionen; Schüler und Lehrer waren in etwa gleichermaßen betroffen.

fek/dpa
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