Paderborn und Lippstadt Mehrere Schulen und Kitas bleiben nach Tornados geschlossen
Friedrichschule in Lippstadt: »Undenkbar, dass dort in den nächsten Tagen Unterricht stattfinden kann«
Foto: Bernd Thissen / dpaWegen massiver Tornadoschäden in Paderborn und Lippstadt bleiben in beiden Städten am Montag mehrere Schulen und Kitas geschlossen. Wann sie wieder öffnen, ist noch unklar. Ein sicherer Zugang zu den Gebäuden sei noch nicht gewährleistet, teilten die Kommunen mit. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten in den betroffenen Städten gehen auch in dieser Woche überall weiter.
In Lippstadt bleiben am Montag fünf Kitas und sieben Schulen geschlossen, darunter zwei Gymnasien. »Angesichts des Ausmaßes der Schäden, die wir an den verschiedenen Standorten sehen, ist es zurzeit undenkbar, dass dort in den nächsten Tagen Unterricht stattfinden kann«, sagte Bürgermeister Arne Moritz (CDU). »Sowohl von den Gebäuden selber als auch vom Umfeld gehen noch immer Gefahren aus, die nicht innerhalb kurzer Zeit komplett ausgeräumt werden können.« Für die teilweise noch anstehenden Abiturprüfungen und Klausuren würden aktuell alternative Orte gesucht.
Feuerwehr setzt Drohnen ein
In Paderborn bleiben nach Angaben der Stadtverwaltung fünf Schulen ganz oder teilweise vorerst geschlossen, darunter ist ein Gymnasium. Dort sind auch etliche Straßen weiterhin gesperrt. Mit Drohnen untersucht die Feuerwehr in Paderborn, ob noch Gefahr durch abstürzende Teile von Dächern droht. Vor zerstörten Gebäuden sei die Polizei nun verstärkt auf Streife unterwegs, hieß es.
Mehrere Tornados hatten am Freitag in verschiedenen Orten in NRW massive Zerstörungen angerichtet. Allein in Paderborn wurden 43 Menschen verletzt, darunter 13 schwer.
Zu Wochenbeginn drohen erneut örtlich Unwetter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starken Gewittern mit Starkregen und Sturmböen, die ab Montagmittag über NRW hinwegziehen. Im Süden seien Tornados nicht auszuschließen. In der Nacht zum Dienstag sollen die Gewitter langsam nachlassen und nach Nordosten abziehen.